Strukturwandel
Zwei Urner Gemeinden erhalten für ihre Projekte Geld von der UKB – fünf weitere Anträge sind bewilligt

Die Urner Kantonalbank unterstützt Projekte von Gemeinden mit einem finanziellen Beitrag. Nun konnten erste Projekte mitfinanziert werden – unter anderem eines von Seelisberg.

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Projekte wie das temporäre Campieren in Uri erhalten von der UKB Unterstützungsgeld.

Projekte wie das temporäre Campieren in Uri erhalten von der UKB Unterstützungsgeld.

Bild: PD
(pd/lur)

Die Urner Gemeinden stehen vor grossen strukturellen Herausforderungen: Wie können die Abwanderung in den Randregionen verhindert, Dorfkerne belebt und nachhaltige Zukunftsinvestitionen angestossen werden? Die Urner Kantonalbank (UKB) möchte für die Lösung dieser Probleme einen Impuls geben, damit die Gemeinden in Uri auch in Zukunft attraktive Orte für Einwohner, Unternehmen und Touristen sein können. Im Rahmen der «UKB-Strukturimpulse» stellt die Bank in den kommenden vier Jahren 500'000 Franken für Projekte zur Verfügung, welche die Gemeinden bei der Bewältigung des Strukturwandels unterstützen sollen. Zwei solche Projekte wurden nun bereits realisiert. So wurde die «Geschichtsreise Seelisberg», eine Freiluftausstellung rund um Seelisberg und das Rütli, nach langjähriger Planung realisiert.

Zudem hat auch das Projekt «Temp-Camp» vom Programm profitiert: Mit temporären Stellplätzen konnte der Camper-Ansturm während des vergangenen Sommers in Uri gemeistert werden. Fünf weitere Projekte hat die UKB bereits bewilligt. Dazu gehören etwa Unterstützungsbeiträge für eine Projektstudie zur Kunsteisbahn in Spiringen oder die Aussichtsplattform im Turm von Hospental. Insgesamt hat die UKB bis Mitte Januar rund 107'000 Franken gesprochen. Somit sind gut 20 Prozent der gesamten Projektsumme reserviert.

Auch für Wohnraum kann Geld beantragt werden

Die erforderlichen Kriterien für eine Unterstützung durch die «UKB-Strukturimpulse» sind an die Neue Regionalpolitik (NRP) angelehnt. Ein Projekt, das einen Beitrag der NRP erhält und von einer oder mehreren Gemeinden finanziell oder auch ideell unterstützt wird, kann für die Sicherstellung der finanziellen Eigen- und Drittmittel zusätzlich vom UKB-Programm profitieren. Für ein Projekt, das sich im konzeptionellen Stadium befindet, werden maximal 10'000 Franken gesprochen, für ein Umsetzungsprojekt maximal 25'000 Franken.

Die Beiträge können somit Projektträger bei der Erbringung der erforderlichen finanziellen Mittel bei NRP-Projekten entlasten. Auch können so innovative Projekte unterstützt werden, die ansonsten scheitern würden, weil die notwendigen finanziellen Eigen- und Drittmittel nicht zusammenkommen. Projekte im Bereich der Wohnraumförderung können durch das UKB-Programm ebenfalls unterstützt werden, obwohl diese nicht unter die Kriterien der NRP fallen. Damit sollen Gemeinden auch Unterstützung bei ihren strukturellen Herausforderungen im Bereich des Wohnens erhalten. Die Vergabe der Mittel soll bei Erreichen der Limite von 500'000 Franken enden – oder spätestens Ende 2024.