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STUDIE: Urner Schüler sind im Trend

Wie häufig treiben 11- bis 15-jährige Urner Schüler Sport, und wie oft konsumieren sie Alkohol? Zu diesen und weiteren Fragen gibt es jetzt Antworten.
Urs Hanhart
Yvonne Eichenberger orientierte über das Gesundheitsverhalten von Urner Jugendlichen. (Bild Urs Hanhart)

Yvonne Eichenberger orientierte über das Gesundheitsverhalten von Urner Jugendlichen. (Bild Urs Hanhart)

Urs Hanhart

Erstmals liegen repräsentative Daten zum Gesundheitsverhalten von Jugendlichen des Kantons Uri vor. Die Daten wurden im Rahmen der Studie «Health Behaviour In School-aged Children» (HBSC) gemeinsam mit den Kantonen Ob- und Nidwalden erhoben. Die Studie untersuchte das Gesundheitsverhalten von 11- bis 15-jährigen Schülerinnen und Schülern.

Am Donnerstag wurden ausgewählte Ergebnisse an einer Informationsveranstaltung in Seedorf vorgestellt. Für die Organisation dieses Anlasses zeichneten das Amt für Gesundheit und das Amt für Volksschulen, in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Gesundheitsförderung Uri, verantwortlich. Vorgestellt wurden die Resultate von Yvonne Eichenberger und Marina Delgrande, die beide dem Schweizer HBSC-Team angehören. Eichenberger schickte voraus: «Im Allgemeinen sind die Ergebnisse in den Kantonen Uri, Nidwalden und Obwalden ähnlich ausgefallen wie in der gesamtschweizerischen Studie.»

Hohe Lebenszufriedenheit

Zwei Drittel bis vier Fünftel der befragten Schüler gaben an, mit ihrem Leben zufrieden zu sein. Etwas tiefer liegt hingegen die Lebenszufriedenheit bei den Schülerinnen, insbesondere bei den 15-jährigen. Mit ihrem Gesundheitszustand sind sowohl die Knaben als auch die Mädchen grossmehrheitlich zufrieden. 20 bis 30 Prozent der Schüler leiden allerdings regelmässig unter psychoaffektiven Symptomen. Bei den Schülerinnen liegt dieser Anteil sogar noch etwas höher. Am häufigsten wurde allgemeine Müdigkeit genannt, aber auch Traurigkeit, Bedrücktheit und schlechter Schlaf relativ oft.

Beliebte Bildschirmgeräte

Die Befragten wenden pro Schultag im Schnitt vier Stunden für die Nutzung von Bildschirmgeräten (Smartphones, Computer, Tablets) auf. An Wochenendtagen sind es sogar durchschnittlich 6,5 Stunden. Dazu sagte Eichenberger: «Ob das problematisch ist oder nicht, kann man nicht so einfach sagen. Es fehlen dazu noch verbindliche Vorgaben.» Etwa drei Viertel der Schüler treiben zwei bis dreimal pro Woche Sport (neben den Schulsportlektionen). Bei den Schülerinnen sind es zwei Drittel. Auffallend ist, dass gemäss Studie bei den 15-Jährigen die Bereitschaft zu «freiwilligem» Sporttreiben markant zurückgeht. Auch das Ernährungsverhalten wurde untersucht. Es kam heraus, dass die Mädchen viel häufiger Obst, Früchte und Gemüse konsumieren als die Knaben.

15-Jährige rauchen oft

Mindestens einmal wöchentlich rauchen ist bei den 11- bis 14-Jährigen nur wenig verbreitet. Hingegen bei den 15-jährigen Schülern raucht jeder siebte einmal pro Woche, bei den Schülerinnen etwa jede zwanzigste. Wöchentlicher Alkoholkonsum ist bei den 11- bis 14-Jährigen praktisch noch kein Thema. Bei den 15-Jährigen zieht dies hingegen an (10 Prozent bei den Knaben und 6 Prozent bei den Mädchen).

Verbreitetes Rauschtrinken

Wiederholtes Rauschtrinken (Konsum von mindestens fünf alkoholischen Getränken zu einer Gelegenheit, und das innert 30 Tagen mindestens zweimal) wird bei den 15-Jährigen von etwa einem Fünftel der Befragten betrieben, und zwar von beiden Geschlechtern, wobei die Mädchen leicht vorne liegen.

Was macht der Kanton Uri jetzt mit diesen Daten? Dazu sagte Marie-Andrea Egli vom Amt für Volksschulen: «Wir werden eine Arbeitsgruppe bilden, die sich intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzen wird. Sie soll bis Ende Schuljahr die wichtigsten Erkenntnisse in einem Bericht zusammenfassen. Letztlich sollen dann Empfehlungen abgegeben werden, ob es allenfalls Massnahmen braucht.»

Involviert sind die Gesundheitsförderung Uri, die Fachstelle Kontakt Uri sowie je eine Fachperson aus der Volksschule und dem Bereich Sport.

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