STUDIE: Wirtschaftsboom wegen Resort prognostiziert

Tolle Aussichten für die Urner Wirtschaft: Dank dem Resort von Sawiris werden Umsatz, Arbeitsplätze und Logiernächte massiv wachsen. Es gibt aber auch Risiken.

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Visonärer Blick: Samih Sawiris. (Bild Keystone)

Visonärer Blick: Samih Sawiris. (Bild Keystone)

Das Ferienresort von Samih Sawiris in Andermatt ist ein Segen für die Urner Wirtschaft. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die die Urner Kantonalbank und der Kanton in Auftrag gegeben haben und am Dienstag in Altdorf vorgestellt wurde. «In unserer Arbeit gehen wir vom heutigen Wissensstand aus», sagt Heini Sommer vom Forschungsunternehmen Ecoplan, das die Studie gemeinsam mit den Planungs- und Beratungsfirmen Ernst Basler + Partner und Fahrländer Partner innerhalb eines halben Jahres erstellt hat. «Wir haben die definitiven Berechnungen lange hinausgezögert, um möglichst aktuell zu sein», sagt Sommer.

Die Ergebnisse beruhen auf dem Planungsstand vom Mai, als die Quartiergestaltungspläne des Resorts zur Vorprüfung eingereicht wurden. Sommer: «Die Leute müssen sich bewusst sein, dass das Resort in Etappen realisiert wird und sich laufend verändern kann. Es wird also nicht auf einen Schlag 5000 Betten geben.» Die sei aber eine Chance für die Urner Wirtschaft, die den Prozess schrittweise mitgehen könne.

«Kein Papiertiger»
Die Studie hat sich auf Fragen zu den Umsatz- und Beschäftigungseffekten sowie die Auswirkungen auf Steuern, Immobilien, Tourismus und Gesellschaft konzentriert. «Sie soll kein Papiertiger werden, sondern uns eine Fülle von wertvollen Infos und Entscheidungsgrundlagen geben», sagte Bankratspräsident Hansruedi Stadler am Dienstag im Cinema Leuzinger.

Die Ergebnisse fallen weit gehend erfreulich aus. So sind die Macher überzeugt: Die Urner Volkswirtschaft wird mit dem Urschner Hotelprojekt von einem grossen Wachstumsimpuls profitieren. Neben dem Gast- und dem Baugewerbe könnten viele weitere Branchen Profit schlagen und beispielsweise Angebote für wohlhabende Gäste schaffen. Eine Gefahr ist allerdings, dass neue Anbieter die bestehenden verdrängen. Wichtig sei aber, dass man den Markt ausserhalb von Uri berücksichtige, weil dem Kanton sonst ein Klumpenrisiko drohe. «Für gesundes wirtschaftliches Wachstum braucht es diesen Markt», sagt Heini Sommer. Uri müsse daher vermehrt auf den Export setzen, dazu gehöre insbesondere der Tourismus.

Sven Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung.