Surfen

Urnerin Heidi Ulrich ist für den Swiss Sailing Award nominiert

Für die Urnerin wäre es das «Tüpfchen auf dem I», die Auszeichnung nach Uri zu holen. Ob dies gelingt, hängt aber auch von den Urnern ab.

Christian Tschümperlin
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Sie sind so etwas wie die Oscars unter den Schweizer Windsport-Freunden: die Swiss Sailing Awards. Mitte Februar werden sie in fünf Kategorien vergeben. Unter die Nominierten hat es in der Kategorie «Female Sailor of the Year» die Urner Speedsurferin Heidi Ulrich geschafft. Sie tritt in ihrer Kategorie an gegen zwei Seglerinnen aus der Romandie: Maud Jayet aus Lausanne und Lauranne Mettraux aus Genf.

Die Urner Windsurferin Heidi Ulrich in der Saison 2020 in Südfrankreich.

Die Urner Windsurferin Heidi Ulrich in der Saison 2020 in Südfrankreich.

Bild: PD

Heidi Ulrich wurde bereits vor zwei Jahren nominiert und schaffte es auf den zweiten Rang. «In dieser grossen Segler-Familie nominiert zu werden, ist eine riesige Ehre – und zu gewinnen wäre das ‹I-Tüpfli› der Saison.» Sie hofft, dass es diesmal mit dem Sieg klappt.

Dass es mit dem Tessiner Elia Colombo und der Urnerin Heidi Ulrich dieses Jahr gleich zwei Windsurfer zu einer Nominierung durch den Schweizerischen Segelverband Swiss Sailing bringen, ist aussergewöhnlich. Normalerweise werden mit dem Preis Segelbootsführer geehrt. «Das Segeln hat in der Schweiz besonders seit Alinghi viel Gewicht gewonnen», sagt Ulrich. Schliesslich will sie in Übung bleiben. «Doch das Surfen fristet bei solchen Nominierungen oft ein Nischendasein.»

Heidi Ulrich

Heidi Ulrich

Bild: Remo Infanger (Altdorf, 30. Juli 2018)

Sie will Rekorde brechen

Nominiert wurde sie durch eine Jury aufgrund ihrer internationalen Leistung. Im Leben von Heidi Ulrich dreht sich seit acht Jahren alles ums Speedsurfen. Die 36-Jährige will gleich drei Geschwindigkeitsrekorde brechen. Im vergangenen Jahr konnte sie bereits den Weltrekord im Speedwindsurfen über eine nautische Meile knacken. Anschliessend schaffte sie mit 23,82 Knoten – das sind 44 Kilometer pro Stunde – die bisher höchste Durchschnittsgeschwindigkeit über eine Stunde. Als Nächstes soll ein Geschwindigkeitsrekord über 500 Meter fallen.

Ob es mit dem Sieg klappt, hängt aber nicht nur von der Jury ab. Zur Hälfte trägt ein Onlinevoting durch das Publikum zum Entscheid bei. «Helft mit, die Auszeichnung nach Uri zu holen und Uri noch bekannter zu machen», sagt Ulrich.

Hinweis: Abstimmen kann man bis zum 31. Januar auf skippers.ch. Die Ehrung findet am 13. Februar statt, voraussichtlich im Internet.