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SUSTENWEG: Die alten Mauern sind baufällig

Die Mauern und Regenrinnen am alten Sustenweg bei Wassen drohen zu zerfallen. Der Kanton will deshalb 120 000 Franken an die Sanierung zahlen.
Anian Heierli
Alpabzug auf dem alten Sustenweg. Die Strasse ist vor allem auch für die Landwirtschaft wichtig. (Archivbild Urs Hanhart)

Alpabzug auf dem alten Sustenweg. Die Strasse ist vor allem auch für die Landwirtschaft wichtig. (Archivbild Urs Hanhart)

Der alte Sustenweg, der von Wassen bis zur Passhöhe führt, soll umfassend saniert werden. Ein Vorprojekt zeigt, dass dafür insgesamt rund 580 000 Franken nötig sind. Daran soll sich der Kanton mit einem Beitrag von 120 000 Franken beteiligen. Der Landrat wird in der Session vom 27. Januar 2016 über den Verpflichtungskredit entscheiden. Das heisst, der Kantonsbeitrag würde nur dann ausbezahlt, wenn die Gesamt­finanzierung für die Sanierung steht. Laut Regierungsantrag sollen sich auch der Bund mit rund 260 000 Franken, der Fonds Landschaft Schweiz (FLS) mit 116 000 Franken und die Gemeinde Wassen sowie die Korporation Uri mit je 29 000 Franken beteiligen. Zudem sollen Dritte weitere 29 000 Franken beitragen. «Aktuell sind jedoch die Antworten der Beitragsgesuche noch ausstehend», so die Regierung.

Weg ist von historischer Bedeutung

Der alte Sustenweg war einst ein Saumpfad, auf dem Güter über die Alpen transportiert wurden. Heute ist die Strecke im Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS) aufgeführt. «Das Objekt soll deshalb mit seiner ganzen Substanz ungeschmälert erhalten werden», so die Regierung. Neben seiner historischen Bedeutung ist der Weg für den Urner Tourismus wichtig. Die Route gilt unter Wanderern und Bikern als beliebtes Ausflugsziel und ist als Hauptwanderweg sowie als nationale Mountainbike-Route klassiert. Darüber hinaus sind Landwirte auf den alten Sustenweg angewiesen. Denn dieser erschliesst die Weiler Husen, Meien, Fürlaui, Färnigen und die Alpen Hinterfeld und Chalchtal.

«Mauern drohen zu zerfallen»

«Die Wegoberfläche ist durchwegs in einem guten Zustand», heisst es im Regierungsantrag. Dagegen weisen die wegbegleitenden Strukturen wie Trockenmauern und Steinhaufen Mängel auf. Rund 12 Prozent der Mauern, die eine Länge von rund 12,3 Laufkilometern haben, sind sanierungsbedürftig. «Zahlreiche dieser Mauern drohen zu zerfallen», schreibt die Regierung. Teilweise müssen deshalb ganze Mauerabschnitte wieder aufgebaut oder ersetzt werden. Gemäss Vorprojekt (Stand November 2015) sollen auch Entwässerungsrinnen ersetzt, Brücken saniert und Holzzäune aufgewertet werden. Zudem sind weitere ausserordentliche Unterhaltsarbeiten geplant.

Heute sind für den alten Sustenweg der Kanton und die Gemeinde Wassen zuständig. Aufgrund des Landratsbeschlusses vom September 2007 hat der Kanton Uri mit Vereinbarung vom 26. Juli 2015 die Parzellen des alten Sustenwegs vom Färnigertor bis Wassen an die Einwohnergemeinde abgetreten. Die Parzellen zwischen dem Färnigertor und dem Sustenpass verbleiben dagegen Kantonseigentum.

Anian Heierli

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