Suworow-Museum kommt nach Altdorf

Der Urner Hauptort ist bald eine Attraktion reicher. Mitten im Dorf gibt es alles zur Geschichte des russischen Generals zu erfahren.

Markus Zwyssig
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In die Räumlichkeiten des ehemaligen Fotogeschäfts Aschwanden kehrt neues Leben ein. Walter Gaehler zügelt mit seinem Suworow-Museum von Linthal nach Altdorf. Das ist aber mit einer grossen Herausforderung verbunden. Von der Fläche her muss sich Gaehler massiv einschränken. Bisher belegte das Museum 1200 Quadratmeter. In den neuen Räumlichkeiten in Altdorf sind es noch 195 Quadratmeter. «Es wird sich lohnen, das Museum immer wieder zu besuchen», so Gaehler. «Wir werden aufgrund des beschränkten Platzes am neuen Ort die Ausstellungsstücke immer wieder wechseln.»

Das Suworow-Museum ist bald in den ehemaligen Räumlichkeiten von Foto Aschwanden beheimatet.

Das Suworow-Museum ist bald in den ehemaligen Räumlichkeiten von Foto Aschwanden beheimatet.

Bild: Marc Püntener, 4. September 2020

Statt 40 sind es jetzt noch 15 Soldaten

Historische Uniformen, Waffen, Briefe und alte Bilder - all das gibt es im Museum zu sehen. Im Zentrum der Ausstellung wird das Diorama stehen. Bisher wurde dieses von 40 Soldaten in historischen Uniformen bevölkert. Jetzt werden es aus Platzgründen noch 15 Soldaten sein. Diese stellen eine Szene auf dem Panixerpass dar. Aufgrund eines Wasserschadens kann das Diorama in Linthal nicht mehr aufgebaut werden. In verkleinerter Form wird es im neuen Suworow-Museum in Altdorf realisiert.

Gaehler freut sich über den neuen Standort: «Wir sind nur 100 Meter vom Telldenkmal entfernt. Das Ladenlokal ist super gelegen.» Der Museumsleiter hat die Räume gemietet. «Wir haben geplant, im Oktober zu renovieren und im November zu zügeln», sagt er zum Zeitplan. Im Glarnerland wird das Museum am 20. Dezember letztmals geöffnet sein. Wenig später soll bereits die Ausstellung in Altdorf eröffnet werden.

Erste Kontakte in Uri geknüpft

Unterstützt worden ist das Museum vom Kanton Glarus, von Swisslos und zahlreichen Gönnern insbesondere von Russland. Auch im Kanton Uri hofft Walter Gaehler auf Unterstützung. So hat er bereits erste Gespräche geführt mit Uri Tourismus und mit dem Urner Kulturbeauftragten Ralph Aschwanden. Maurus Stöckli, Gesshäftsführer von Uri Tourismus, freut sich über die positive Nachricht. «Das Museum ist ein weiteres Puzzleteil im Angebot des Kantons Uri», gibt sich Stöckli überzeugt. Das passe sehr gut zur Kulturgeschichte und in Altdorf insbesondere zum Suworow-Haus und zur dortigen Prunkstube. «Klein, aber fein passt das Museum zum Kanton Uri. »

Der Museumseintritt und Führungen sind kostenlos. Walter Gaehler führt die Gäste persönlich durch die Ausstellung und erzählt lebhaft seine Geschichten, die auch viel mit dem Kanton Uri zu tun haben.