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Urner SVP-Landrat verlangt Antworten zu Engerlingsschäden

Landrat Hans Gisler hat den Regierungsrat gefragt, ob er den «Ernst der Lage» erkannt habe.
Engerlingsschäden sind in Gurtnellen zu verzeichnen, wie an den braunen Matten erkennbar ist. (Bild: Robi Kuster)

Engerlingsschäden sind in Gurtnellen zu verzeichnen, wie an den braunen Matten erkennbar ist. (Bild: Robi Kuster)

(zf/lur)

Ertragseinbussen über mehrere Jahre hinweg seien die Folge der «grossflächigen Engerlingsschäden in der Urner Landwirtschaft», schreibt SVP-Landrat Hans Gisler in seinem aktuellen Vorstoss. In der dringlichen Interpellation will er vom Regierungsrat wissen, ob dieser den «Ernst der Lage» erkannt habe. Ausserdem fordert er von der Regierung Antworten auf die Fragen:

  • Werden die Schäden von einer kantonalen Instanz aufgenommen und abgeschätzt?
  • Wäre es möglich, als Sofortmassnahme so eine Futter-Aktion zu starten, wie sie beim Unwetter von 1987 gemacht wurde?
  • Hat der Regierungsrat für weitere solche Härte-Fälle zur Bekämpfung der Maikäfer und deren Larven auch zusätzliche Massnahmen in Aussicht gestellt, um solche Folgen zu verhindern?
  • Ist der Regierungsrat bereit, einen Nachtragskredit für 2019 in Aussicht zu stellen oder im Budget 2020 vorzumerken?

Der Urner Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind (CVP) machte sich stark dafür, den Vorstoss nicht als dringlich zu erklären. Denn in diesem Fall hätte die Regierung innerhalb von fünf Tagen eine Antwort abgeben müssen. Camenzind anerkennt das Problem der Engerlinge und machte darauf aufmerksam, dass man entsprechende Pilze zur Bekämpfung einsetze. Die Resultate davon werde man aber erst im Frühling sehen.

Wäre die Interpellation für dringlich erklärt worden, hätte dies zu keiner aussagekräftigen Antwort geführt, meinte Camenzind. Er versprach, dass man sich die diesjährigen Schäden genau ansehen werde und sich auch über die entsprechende Entschädigung Gedanken mache.

Der Landrat lehnte die Dringlichkeit schliesslich mit 49 zu 7 Stimmen (1 Enthaltung) ab.

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