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SVP Uri will UKB-Spitze abberufen

Für die SVP Uri ist die Umsetzung der Eigentümerstrategie der UKB «hoch gefährdet». Sie fordert Abberufungen an der Spitze der UKB und kritisiert auch die «passive Haltung» der Regierung zu den Plänen des Bankrats und der Geschäftsleitung.
Bruno Arnold
Geht es nach dem Willen der SVP Uri, sollen Bankratspräsident Heini Sommer und CEO Christoph Burgener bei der Urner Kantonalbank nicht mehr länger das Sagen haben. (Bild: Corinne Glanzmann, Altdorf, 18. Oktober 2018)

Geht es nach dem Willen der SVP Uri, sollen Bankratspräsident Heini Sommer und CEO Christoph Burgener bei der Urner Kantonalbank nicht mehr länger das Sagen haben. (Bild: Corinne Glanzmann, Altdorf, 18. Oktober 2018)

Für die SVP Uri haben der Bankrat und die Geschäftsleitung der UKB mit den in jüngster Zeit gefällten Entscheidungen gegen die Eigentümerstrategie gehandelt. Konkret erwähnt werden in einer Medienmitteilung das «überdimensionierte Grossprojekt Bahnhof Altdorf» und die Schliessung von mehreren Zweigstellen. «Die Mitglieder des Bankrats sollen sich mit der Stossrichtung der Eigentümerstrategie des Kantons identifizieren können und müssen», hält die SVP Uri fest. Der volkswirtschaftliche Auftrag und die Berücksichtigung der einzelnen Regionen würden aber mit der neuen Strategie nicht umgesetzt.

Die Entscheide des Bankrats und der Geschäftsleitung seien einseitig auf die Optimierung der Kostenseite ausgerichtet, eine nachhaltige Strategie auf der Ertragsseite sei nicht ersichtlich. «So ist die Eigentümerstrategie unter der aktuellen Führung von Bankrat und Geschäftsleitung stark gefährdet», glaubt die SVP Uri. «Deshalb fordern wir die Abberufung des Bankratspräsidenten und des Vorsitzenden der Geschäftsleitung.» Die SVP-Fraktion des Urner Landrats werde deshalb in der Februar-Session eine entsprechende Motion einreichen.

«Überdimensionales Engagement stellt ein Klumpenrisiko dar»

In der Eigentümerstrategie von 2017 sei festgehalten, dass die UKB «durch eine gute Public Corporate Governance eine nachhaltige Geschäftspolitik betreiben und mit einer umsichtigen Politik die Risiken für den Kanton tief halten muss», so die SVP Uri. «Das überdimensionierte Engagement der UKB am Bahnhof Altdorf mit Investitionen von über 30 Millionen Franken stellt ein enormes Klumpenrisiko dar», heisst es in der Mitteilung. Die Bank investiere damit deutlich über ihren Eigenbedarf und nehme gleichzeitig auch beachtliche Risiken beim heutigen Standort im Dorfkern von Altdorf in Kauf. «Ein Impuls beim Bahnhof Altdorf ist wohl gut gemeint, die UKB weicht damit aber von ihrem Kerngeschäft als Universalbank für alle Urner ab.»

Auf der anderen Seite würden in den verschiedenen Regionen Zweigstellen gestrichen. «Die Kantonalbank ist aus volkswirtschaftlichen Gründen für die Gemeinden wichtig», schreibt die SVP. Als regional tätige Universalbank soll sie nach Ansicht der SVP Uri «zu einer guten wirtschaftlichen Entwicklung in allen Gemeinden beitragen, als Arbeitgeberin qualifizierte Arbeitsplätze anbieten und durch ihre Geschäftstätigkeit im Dienste der Urner Wirtschaft und Bevölkerung stehen». Mit dem neuen Vertriebskonzept werde dieser Auftrag klar nicht erfüllt, obschon dies ein wesentlicher Bestandteil der Eigentümerstrategie sei.

Nachhaltig finanziell erfolgreich sein

Die Urner Kantonalbank geniesse Staatsgarantie und sei für den Kanton Uri in den vergangenen Jahren ein Investment gewesen, das insgesamt gut rentiert habe. Mit der eingeschlagenen Strategie werde aber in Zukunft eine nachhaltige Gewinnausschüttung an den Kanton gefährdet. «In der Strategie ist klar definiert, dass die Urner Kantonalbank nachhaltig finanziell erfolgreich sein muss und dass sie Gewinne in ausreichender Höhe ausschüttet», betont die SVP. «Durch eine hohe Eigenmitteldeckung soll sie sich als solide Bank auszeichnen.» Wenn die Ertragskraft der Kantonalbank aber ungenügend ist oder wenn die Bank in finanzielle Schieflage gerät, könnte dies für den Kanton und auch dem Steuerzahler eine beträchtliche finanzielle Mehrbelastung bringen.»

Bank sieht keinen Kommentarbedarf

«Regierungsrat, Bankrat und Bankleitung haben zur Klärung der Distributionsstrategie ein gemeinsames Vorgehen festgelegt», sagte Heini Sommer gestern auf Anfrage. «Wir werden uns demnächst mit den Gemeinden zum Dialog treffen.» Von Seiten der Bank sehe man derzeit keinen Bedarf, die SVP-Forderungen zu kommentieren. Die regierungsrätlichen Antworten auf zwei landrätliche Vorstösse zur UKB-Vertriebsstrategie werden heute Freitag erwartet.

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