Syna ist erfreut über die tiefe Arbeitslosigkeit

An der GV war Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind zu Gast. Er konnte für 40 Jahre Mitgliedertreue geehrt werden.

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Urban Camenzind überbrachte bei der Syna-GV den Gruss der Regierung.

Urban Camenzind überbrachte bei der Syna-GV den Gruss der Regierung.

Bild: PD

(pd/ml) Auffällig bei der Syna-GV im Uristiersaal der Dätwyler AG vom Freitag, 6.März, war die Begrüssungszeremonie: Der Vorstand verzichtete im Hinblick auf das Corona-Virus auf das traditionelle Händeschütteln und die Teilnehmer desinfizierten sich die Hände.

Trotz der allgemeinen Krisenstimmung konnte Regionalpräsident Sepp Arnold feststellen: «Nach wie vor ist unser Anlass sehr gut besucht.» Er hielt in seinem Jahresrückblick fest, dass für ihn das Jahr 2019 sehr ruhig verlaufen sei. Zum Leidwesen der Arbeitenden würden sie mehrheitlich nur noch als Kostenfaktor behandelt. Das Credo laute: «Kosten sparen und den Aktionären mehr Dividenden ausschütten.»

Zwei Mitglieder sind seit 70Jahren mit dabei

Positiv sei die tiefe Arbeitslosenquote von 1,4 Prozent in der Zentralschweiz. 80'000Franken konnte das Regionalsekretariat Uri für Arbeitende von Unternehmen zurückfordern. Sepp Arnold betonte, es sei eine besondere Leistung von Syna Uri, dass jeden Tag sechs Personen gratis den Tierpark Goldau besuchen können und je eine Person täglich die folgenden Angebote gratis geniessen kann: Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee, Kino Leuzinger in Altdorf, Skifahrt auf dem Biel Kinzig (Winterzeit), Stanser Horn. Hallenbad Moosbad Altdorf oder das Verkehrshaus in Luzern.

Sepp Arnold machte auf das Preisjassen vom 18.März und die 1.-Mai-Feier aufmerksam. Wiedergewählt wurde Vizepräsident Peter Arnold. Der Regionalverantwortliche Andy Müller ehrte zahlreiche Mitglieder mit 25, 40 und 50Mitgliedschaftsjahren. Für 60Jahre Vereinstreue geehrt wurden Emil Arnold Infanger, Bürglen, Anton Baumann, Erstfeld, Hans Gnos-Stadler, Schattdorf, Vinzenz Infanger, Erstfeld, Josef Mathis, Intschi, und Adolf Tresch, Bürglen. Für 70Jahre wurden Heinrich Dittli, Gurtnellen, und Ambros Kieliger-Schuler, Schattdorf, geehrt.

Pensionierten-Obmann Sepp Arnold informierte über den Pensioniertenausflug Sörenberg vom 2.Juni. Philipp Muheim, Präsident Travail.Suisse UR, unterstrich die Bedeutung von guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und wünschte der Syna-Region Uri alles Gute. Marc Lucas, Finanzen Syna Schweiz, vermittelte einige Eindrücke über die Region Uri aus der Sicht von Olten.

«Kündigungsinitiative» hat negative Folgen

Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind, der für 40 Jahre Mitgliedertreue geehrt wurde, überbrachte den Gruss der Urner Regierung. Er ging kurz auf das Corona-Virus ein und machte darauf aufmerksam, dass nicht die Krankheit an und für sich das Hauptproblem sei, sondern die zwischenmenschlichen Beziehungen.

Im Mittelpunkt stand aber die Kündigungsinitiative, über die am 15. Mai abgestimmt wird. Bei Annahme der Initiative müsse die Schweiz das Personenfreizügigkeitsabkommen kündigen, die Verträge der Bilateralen I würden wegfallen, ebenso wären die Bilateralen II gefährdet, weil die Personenfreizügigkeit vorausgesetzt werde. Uri wäre von diesen Folgen schwer betroffen. Der Regierungsrat erwähnte Urner Firmen, die auf den EU-Markt und auf Arbeitskräfte aus dem EU-Markt angewiesen seien. Die negativen Folgen einer Kündigung wären für Unternehmen und Arbeitnehmende absehbar. Die unerwünschten Folgen könne man nur mit einem Nein abwenden.