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TANZ: Urigen mit Tango-Fieber infiziert

Die Frühjahrssaison der Projekts UR-Tango wurde tief im Schächental abgeschlossen. Dabei wurden auch die Gemeinsamkeiten von Ländler und Tango klar.
In Urigen wurde ausgiebig getanzt. (Bild: PD (Unterschächen, 10. Juni 2017))

In Urigen wurde ausgiebig getanzt. (Bild: PD (Unterschächen, 10. Juni 2017))

Der Verein UR-Tango wurde vor zwei Jahren gegründet, um das UR-Tango-Projekt von Robert Schmidt im Wettbewerb zum 100-Jahr-Jubiläum der Urner Kantonalbank zu unterstützen. Den Initianten Robert und Annette Schmidt ist es inzwischen gelungen, eine blühende Urner Tango-Szene aufzubauen.

Am Samstag, 10. Juni, fand nun im Hotel Posthaus Urigen ein gelungener Abschluss der Frühjahrssaison statt. Der stimmungsvolle Saal im Nebengebäude eignete sich nicht zuletzt dank des sehr tanzbaren Parketts bestens.

Auch Nachbarkantone sind vertreten

Der Nachmittag begann mit einem Workshop mit der von der prächtigen Urner Berglandschaft begeisterten Tango-Lehrerin Angela Baciu aus Zürich. Das Gelernte wurde anschliessend gemeinsam geübt und vertieft. Der eigentliche Tanzanlass, die Milonga, lockte auch Tango-Begeisterte aus Nachbarkantonen an.

Ein Höhepunkt war der Auftritt des UR-Tango-Orchesters unter der Leitung von Robert Schmidt, aufgelockert durch den Sänger Werner Kruse, der echte Buenos-Aires-Nostalgie aufleben liess. Mehr als vierzig Tango-Begeisterte erlebten dadurch im gastfreundlichen Posthaus Urigen einen wunderbaren Tag.

Die Darbietung machte neugierig auf die UR-Tangos, die aktuell am Entstehen sind: Am 4. November 2017 werden sie im Theater Uri uraufgeführt.

Alte Schritte werden noch heute gelehrt

Der argentinische Tango unterscheidet sich beim Tanzen vom Standardtango (sogenannter europäischer Tango) dadurch, dass die Figuren nicht festgelegt sind. Die wichtigsten Schrittkombinationen wurden im goldenen Zeitalter des traditionellen argentinischen Tangos zwischen 1935 und 1955 entwickelt. Sie haben spezifische Bezeichnungen und werden in den Kursen immer noch gelehrt.

Die Bewegungen bestehen aus Schrittelementen und Drehungen, die in beliebiger Weise kombiniert werden können. Sie bieten die Grundlage für das kreative Improvisieren. Deshalb kann die Zahl der Tango-Schritte auch nicht ermittelt werden. Zudem haben sich im Laufe der Zeit immer wieder neue Stilrichtungen entwickelt.

Der argentinische Tango ist ein Paartanz, der von Jung und Alt getanzt werden kann. Meist führt der Mann, und die Frau als Tanzpartnerin setzt die Impulse, die sie erhält, in eigenen Figurenelementen um. Die Bezeichnung Milonga hat zwei Bedeutungen. Zum einen wird ein Tanzanlass so bezeichnet, an welchem Tango Argentino getanzt wird.

Milonga ist aber ausserdem auch ein Musikstil im Tango Argentino, genauso wie der Vals (Walzer). Die Milonga, wie sich jetzt im UR-Tango-Projekt zeigt, ähnelt in ihrer Art verblüffend dem Schottisch – und der Vals dem Ländler. (red)

Hinweis

Der Verein ist offen für neue Mitglieder, die am Tanzunterricht oder am Musikworkshop teilnehmen möchten: www.ur-tango.ch.

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