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Tausende Tonnen Streusalz: Uri rüstet sich für Kampf gegen Schnee

Damit die wichtigsten Strassen des Kantons im Winter stets befahrbar sind, haben die Behörden die Streusalzlager aufgestockt.
Lucien Rahm
Wird derzeit einsatzbereit gemacht: eine Schneefräsmaschine im Werkhof Flüelen. (Bild: Lucien Rahm, 7. Oktober 2019)

Wird derzeit einsatzbereit gemacht: eine Schneefräsmaschine im Werkhof Flüelen. (Bild: Lucien Rahm, 7. Oktober 2019)

Bevor Schneemassen überhaupt eine Chance haben, den Verkehr auf den bedeutendsten Strassen Uris zum Erliegen zu bringen, greifen sie ein: Die Männer des Amtes für Betrieb Nationalstrassen (AfBN). Von Anfang November bis Ende März stehen sie permanent bereit, um gegen Schnee und Eisglätte vorzugehen. Die Stützpunkte, von wo aus die Räumungsfahrzeuge ausrücken, befinden sich in Flüelen, Göschenen und dem schwyzerischen Ingenbohl.

Im Werkhof Flüelen werden die Fahrzeuge momentan auch auf ihren womöglich baldigen Einsatz vorbereitet. Die AfBN-Mitarbeiter der Zentralwerkstatt sind derzeit daran, Schneepflüge zu revidieren, Fräsgeräte zu reparieren oder hektoliterweise Salzlösung anzumischen. Unter anderem zur Herstellung der Sole lagern im Flüeler Werkhof 700 Tonnen Salz, die in zwei zwanzig Meter hohen Holzsilos auf ihre Entnahme warten. «Die sind momentan beide voll», sagt Ralf Arnold, der beim AfBN den Winterdienst organisiert. Auch kommunale oder andere kantonale Räumungsfahrzeuge beziehen ihr Salz hier. Zusätzlich liegen in Göschenen 2300 Tonnen, in Erstfeld 190 Tonnen und in Ingenbohl weitere 900 Tonnen Streusalz bereit, wo weitere Silos stehen.

Ein AfBN-Mechaniker unterzieht das Innere eines Lastwagens einem näheren Blick. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)Ein AfBN-Mechaniker unterzieht das Innere eines Lastwagens einem näheren Blick. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)
Dieser Sole-Tank (rechts) wird später auf einen Lastwagen montiert. Links ist eine Schneefräse zu sehen. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)Dieser Sole-Tank (rechts) wird später auf einen Lastwagen montiert. Links ist eine Schneefräse zu sehen. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)
Mit dieser Vorrichtung wird die Sole auf den Strassen verteilt. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)Mit dieser Vorrichtung wird die Sole auf den Strassen verteilt. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)
Eine Schneefräse. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)Eine Schneefräse. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)
Ein AfBN-Mitarbeiter reinigt einen Lastwagen. Wegen der Dämpfe des starken Reinigungsmittels trägt der Mitarbeiter eine Atemschutzvorrichtung. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)Ein AfBN-Mitarbeiter reinigt einen Lastwagen. Wegen der Dämpfe des starken Reinigungsmittels trägt der Mitarbeiter eine Atemschutzvorrichtung. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)
(Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)(Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)
Ein weiterer Sole-Tank steht zur Wartung bereit. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)Ein weiterer Sole-Tank steht zur Wartung bereit. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)
(Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)(Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)
Ein Schneefräsfahrzeug im Werkhof Flüelen. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)Ein Schneefräsfahrzeug im Werkhof Flüelen. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)
Schneepflüge stehen für ihren Einsatz bereit. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)Schneepflüge stehen für ihren Einsatz bereit. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)
In diesen beiden Holzsilos lagern insgesamt 700 Tonnen Salz. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)In diesen beiden Holzsilos lagern insgesamt 700 Tonnen Salz. (Bild: Lucien Rahm, Flüelen, 7. Oktober 2019)
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Im Werkhof Flüelen bereitet man sich auf den Winter vor

19 Lastwagen sorgen für geräumte Strassen

Beim AfBN sind es 19 Lastwagen, die das Streugut auf den Strassen verteilen – als Trockensalz, leicht angefeuchtetes Salz oder als Lösung. Die meist dreiachsigen Fahrzeuge dienen im Sommer als Transporter, für den Winter erhalten sie einen Schneepflug und einen Salztank mit Streuer verpasst. 68 Chauffeure sorgen im Schichtbetrieb dafür, dass sie dorthin kommen, wo sie gebraucht werden. Von Allerheiligen bis im Frühling sind jederzeit solche Fahrzeuge einsatzbereit. Zum Zug kommen sie unter anderem auch auf der Strecke, die zum Gotthardpass führt. «Unser Ziel ist es, den Pass möglichst lange offen zu halten», sagt Arnold. Damit verrichten die AfBN-Leute ihre Arbeit nicht nur auf etwas über 440 Metern über Meer, sondern auch rund tausend Meter höher, wie etwa in Hospental. Arnold:

«Das Durchführen des Winterdienstes auf Nationalstrassen mit einem so grossen Höhenunterschied ist selbst für die Schweiz eine Ausnahme.»

Ralf Arnold, Leiter Winterdienst beim AfBN.

Ralf Arnold, Leiter Winterdienst beim AfBN.

Das AfBN macht aber nicht nur seine Fahrzeuge für die kommenden Monate bereit. Die Wintervorbereitung beinhaltet auch eine Reihe weiterer Aktivitäten. «Derzeit montieren wir überall wieder die Schneestangen am Strassenrand», sagt Arnold. Dank ihnen ist der Strassenverlauf auch erkennbar, wenn der Asphalt mit meterhohem Schnee überdeckt ist. Schneefräsfahrzeuge könnten sich sonst nicht orientieren.

Mitarbeiter werden für Winter geschult

An wichtigen Stellen werden ausserdem sogenannte Schneeverwehungsnetze verlegt. «Diese sorgen dafür, dass nicht der ganze Schnee durch Windverwehungen auf der Strasse landet.» Zudem demontieren die AfBN-Leute Leitplanken auf dem Gotthardpass, die sonst von den Schneemassen verbogen würden. Auch werden die Mitarbeiter, welche die Schneeräumungsfahrzeuge bedienen werden, derzeit auf den neusten Wissensstand gebracht. «Momentan finden dafür entsprechende Schulungen statt», sagt Arnold.

Für zusätzliche Einsätze sorgt seit gewisser Zeit übrigens auch die Strecke zwischen Göschenen und Andermatt. Seitdem in Letzterem touristisch mehr los ist, sei es wichtig, die Zufahrtsstrasse befahrbar zu halten. Seit zwei Jahren ist ausserdem eine frühe Busverbindung nach Andermatt in Betrieb. «Als wir den Fahrplan erstmals sahen, haben wir bei der Gemeinde Andermatt gefragt, wie sie sich dabei den Winterdienst vorstellen», sagt Arnold. Seither sorgt das AfBN auch für einen fast schneefreien Weg nach Andermatt, auch wenn die Ressourcen dafür an sich knapp seien und das AfBN vor Herausforderungen stellen würden.

Welche Herausforderungen das AfBN diesen Winter sonst noch in Angriff nehmen muss, wird sich bald einmal zeigen. Arnold: «Wir sind jedenfalls gut vorbereitet und für den ersten Einsatz bereit.»

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