«Tell» spielt im Kanton Uri an spektakulären Orten

Das Theater Uri schickt im September eine kleine Crew an besondere Spielstätten zwischen Sisikon und Andermatt. Dabei wird die Umgebung zum Bühnenbild.

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Iréna Flury und Rolf Sommer im Musical «Schweizermacher». Bald sind sie mit der neuen Produktion «Achtung Tell» gemeinsam unterwegs.

Iréna Flury und Rolf Sommer im Musical «Schweizermacher». Bald sind sie mit der neuen Produktion «Achtung Tell» gemeinsam unterwegs.

Bild: PD

(pd/MZ) Mit der Neuinszenierung der Altdorfer Tellspiele hätte das Theater Uri für neun Wochen wieder zum Tellspielhaus werden sollen. Das Team des Theaters Uri hatte beschlossen, das eigene Haus zu verlassen, um im «Exil» Kultur zu produzieren, und zwar mit einem eigenen Theaterstück – mit «Wilhelm Tell». Jedoch nicht als schillersches Drama, sondern als urnerisch-urbane Komödie.

Wegen der Coronakrise mussten die Tellspiele um ein Jahr verschoben werden. Die Aufführungen der Komödie «Achtung Tell» jedoch können durchgeführt werden. Gespielt wird vom 17. bis 27. September insgesamt achtmal an sieben unterschiedlichen, speziellen Orten im Kanton Uri. Die mobile Bühne wird mit einem Lieferwagen-Oldtimer an die Aufführungsorte gebracht. Auf der Bühne stehen die beiden Musicalschauspieler Rolf Sommer und Iréna Flury, begleitet vom jungen Urner Gitarristen und Komponisten Elia Aregger. Der Urner Rolf Sommer hat sich als Schauspieler, Musicaldarsteller sowie als Synchronsprecher in der Schweiz und in Deutschland etablieren können.

Iréna Flury, die Schweizerin mit österreichischem Pass, gilt in unserem östlichen Nachbarland als Shootingstar. So spielte sie die Hauptrolle im österreichischen Erfolgsmusical «I Am From Austria» mit den Hits von Rainhard Fendrich. Auch im Kino und im Fernsehen ist sie regelmässig zu sehen, so beispielsweise in Krimis oder im Kinofilm «Eine wen iig, dr Dällebach Kari» von Xavier Koller.

Stefan Arnold und Eloisa Göldi schrieben Drehbuch

Als Regisseur für «Achtung Tell» konnte der Zürcher Dramaturg Livio Beyeler gewonnen werden. Es ist nach «Rausch» seine zweite Regiearbeit für das Theater Uri. Das Drehbuch ist ein Gemeinschaftsprodukt von Stefan Arnold – Autor von Urner Kulturprojekten wie «Komeedi», «Dr Stiär» oder «Zeitsprung» – und der Theaterautorin und Theaterproduzentin Eloisa Göldi. «Wir wollen eine freche, humorvolle, nahbare, aber auch intelligente Inszenierung zu ‹Wilhelm Tell› auf die Bühne bringen», sagt Produktionsleiter Michel Truniger. Vom Drehbuch des Autorenduos ist er begeistert und überzeugt, dass das Stück beim Publikum gut ankommen wird. Die Komödie ringt mit der Frage, was «dr Täll» als Mythos, als Helden, als Theaterfigur ausmacht. Wie viel Tell darf man heute wagen? Was ist einem braven Freiheitskämpfer (ohne Bart) noch erlaubt? Ist Tell zu gefährlich geworden für die herrschende Ordnung?

Die «Tell»-Komödie wird an Orten aufgeführt, die nicht in erster Linie mit Kultur in Verbindung gebracht werden. Die Umgebung wird Teil des Bühnenbilds. Premiere ist am Donnerstag, 17. September, auf der alten Axenstrasse. Am nächsten Tag findet eine zweite Aufführung statt. Am 19. September wird bei der Zentralen Organisation für Abfallbewirtschaftung im Kanton Uri (Zaku) im Gebiet Eielen in Attinghausen gespielt. Und zum Wochenabschluss begibt sich der Oldtimer-Lieferwagen samt Theatercrew ins Brunnital.

Die zweite Aufführungswoche startet am Donnerstag, 24. September, beim Bielenhof in Erstfeld. Am Tag darauf geht’s ins Kraftwerk Göschenen, wo die einzige geplante Indooraufführung über die mobile Bühne geht. Am 26. September geht’s auf die Piazza Gottardo beim Hotel Radisson Blu in Andermatt, Dernière ist am Sonntag, 27. September, auf dem Nätschen in der Nähe der Gondelbahn-Mittelstation im Skigebiet Andermatt-Sedrun.

Hinweis: Tickets für «Achtung Tell» gibt es unter www.ticketino.com sowie in den Postfilialen und bei der Uri Tourismus AG.

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