Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Tellbus befördert 205’000 Fahrgäste

Die Auto AG Uri blickt auf ein Jahr mit Neuheiten wie die Tageskarte Uri-Ticket oder die App Fairtiq zurück. Das Schnellbus-Angebot nach Andermatt wird auch in Zukunft ab Flüelen angeboten.
Der Tellbus zwischen Altdorf und Luzern bleibt eine echte Erfolgsgeschichte. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 23. September 2016))

Der Tellbus zwischen Altdorf und Luzern bleibt eine echte Erfolgsgeschichte. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 23. September 2016))

(pd/ml) Die Auto AG Uri (AAGU) blickt auf ein positives Geschäftsjahr 2018 zurück. Sie weist einen Gewinn von 375900 Franken aus. Bereits im Geschäftsjahr 2017 wurde erwähnt, dass sich die AAGU den Regeln der Fachempfehlungen zur Rechnungslegung (Swiss GAAP FER) für ihre Rechnungslegung unterzieht. Das schränkt den Gestaltungsspielraum des Rechnungsabschlusses ein. Die einfache Unternehmensstruktur verhindert zudem undurchsichtige Finanztransaktionen, wie sie bei Holdingstrukturen vorkommen können, heisst es in einer Medienmitteilung der AAGU.

Die Branche des öffentlichen Verkehrs wurde 2018 durch die Postauto-Affäre erschüttert. Diese Vorkommnisse haben laut der Medienmitteilung direkt oder indirekt Auswirkungen auf alle im Regionalverkehr tätigen Unternehmen.

Neues Fahrzeug bietet Platz für 51 Personen

Das Kernprodukt der AAGU bildet nach eigenen Angaben seit über 100 Jahren der konzessionierte und marktverantwortliche öffentliche Regionalverkehr auf dem eigenen Liniennetz. Zudem ist die AAGU seit 1976 Postauto-Unternehmerin und kann zu Gunsten der Schienenpartner SBB und MGB Bahnersatzfahrten ausführen. Im 4. Quartal 2018 wurde die in drei Tranchen erfolgte Erneuerung des Fahrzeugparks abgeschlossen. Somit kann die AAGU einen modernen Fahrzeugpark mit Langzeitfahrzeugen vom Schweizer Busbauer Hess in Bellach SO oder von Evo-Bus/Mercedes in Deutschland vorweisen. Bei den drei neuen Citaro-Compact-Hybriden von Mercedes kann dank der intelligenten Technik beispielsweise der Treibstoffverbrauch um acht bis zehn Prozent reduziert werden, heisst es in der Mitteilung. Als Beiwagen für den Tellbus und den Bahnersatz sowie für die Ausführung von Fahrten im Ausflugsverkehr hat die AAGU einen Occasionsfahrzeug mit Toilette beschaffen, das 51 Fahrgästen Platz bietet und über die Komfort- und Sicherheitsmerkmale modernster Reisecars verfügt.

Die Auto AG Uri (AAGU) blickt auf ein positives Geschäftsjahr 2018 zurück. Sie weist einen Gewinn von 375’900 Franken aus. (Bild: PD)

Die Auto AG Uri (AAGU) blickt auf ein positives Geschäftsjahr 2018 zurück. Sie weist einen Gewinn von 375’900 Franken aus. (Bild: PD)

Mehr Fahrgäste im Urner Talboden

Die Auswertung der Fahrgastzahlen der AAGU fiel für das Fahrplanjahr 2018 positiv aus. Insbesondere die Übernahme der Konzession für die Tellbuslinie per Dezember 2017 hat die Zahl der beförderten Fahrgäste gesamthaft um über vier Prozent anwachsen lassen. Zwar musste die Hauptlinie Flüelen–Göschenen während des ersten Halbjahres Frequenzeinbussen hinnehmen, die auch durch die Mehrnachfrage im zweiten Halbjahr nicht mehr ganz wettgemacht werden konnten. Doch die Linien 2 und 3 im Urner Talboden entwickelten sich mit Mehrnachfragen von vier respektive sieben Prozent erfreulich.

Eine im Herbst 2018 durchgeführte Umfrage zeigt ein erfreuliches Bild für den Kanton Uri. Die AAGU als bestbewertetes Busunternehmen in der Zentralschweiz sowie Postauto Uri zeichnen sich durch eine hohe Kundenzufriedenheit aus.

Auf Peter Aregger folgte am 21. Dezember 2017 Christian Kieliger als Leiter Betrieb/Technik. Er hat Mitte November 2018 die AAGU jedoch wieder verlassen. Seither wird die Abteilung Betrieb/Technik durch André Walker geleitet, der seit 20 Jahren für und bei der AAGU arbeitet. Der diplomierte ÖV-Manager ist zusammen mit dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung, Michael Roost, und der Leiterin Finanzen/Dienste, Tanja Indergand, Mitglied der dreiköpfigen Geschäftsleitung.

Der Verwaltungsrat der AAGU hat den Mitarbeitenden, die dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterstellt sind, ab 2019 eine zusätzliche Ferienwoche gewährt. Bis anhin galt das Arbeitszeitgesetz-Minimum. Zudem gibt es seit dem 1. Januar neue Dienstbekleidung für das Fahrpersonal.

Die AAGU ist Partner der App Fairtiq. Diese funktioniert seit März 2018 für alle Fahrten in der Schweiz und die Anzahl Fahrten hat sich verzehnfacht. Fairtiq verkauft zirka ein Prozent aller ÖV-Tickets in der Schweiz und hat Ende 2018 die Marke von drei Millionen Fahrten geknackt – bei zirka 50’000 wiederkehrenden Gelegenheitsnutzern.

Pünktlich zur Uri 18 wurde die gemeinsame Tageskarte Uri-Ticket von allen Anbietern des öffentlichen Verkehrs in Uri am Gemeinschaftsstand lanciert. Das Spezialticket berechtigt zur freien Fahrt innerhalb des Kantons Uri. Das für den Regionallogistikpreis 2018 nominierte Ticket soll über die Messe hinaus die Botschaft «gemeinsam weiterkommen» aller ÖV-Anbieter weitertragen.

Gesteigerte Nachfrage beim Hauptplatz in Flüelen

Die Tellbusverbindung erweist sich weiter als Erfolgsprodukt. Sie verzeichnete im vergangenen Jahr über 205’000 Fahrgäste. Dies ist eine erneute Steigerung um rund acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mit dem Schnellbus-Winterangebot für das Skigebiet Andermatt-Sedrun konnten Fahrgäste bereits die zweite Wintersaison vorwiegend an Wochenenden und in den Wintersportferien direkt nach Andermatt reisen. Die Erfahrungen aus der ersten Schnellbus-Saison 2017/2018 wurden berücksichtigt und dementsprechend umgesetzt. Flüelen Hauptplatz als zusätzliche Haltestelle, hat zu einer grossen Nachfragesteigerung geführt. Das Schnellbusangebot wird auch in der kommenden Wintersaison 2019/2020 ab Flüelen Bahnhof (See) angeboten.

Die seit Beginn 2018 für den Bahnersatz in der Zentralschweiz verantwortliche Arbeitsgemeinschaft, der auch die AAGU angehört, hat sehr erfolgreich und zur Zufriedenheit der Auftraggeberin SBB gearbeitet, heisst es in der Mitteilung der AAGU. Insgesamt haben die acht beteiligten Buspartner weit über 100 kleinere, aber auch sehr umfangreiche und anspruchsvolle Bahnersatzaufträge ausgeführt. Viele davon waren im Rahmen von Bau- und Unterhaltsarbeiten geplant, andere Aufträge wiederum mussten bei Störungen an der Infrastruktur ad hoc ausgeführt werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.