TELLSPIELE: Der Magister spielt auf vielen Saiten

Töbi Toblers Hackbrettspiel, Summen, Jodeln und Schreien – die Musik der diesjährigen Tellspiele ist aussergewöhnlich und geht unter die Haut.

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Virtuos: Töbi Tobler. (Bild Neue UZ)

Virtuos: Töbi Tobler. (Bild Neue UZ)

125 Saiten hat sein Instrument. Diese schlägt er einmal ganz leise an. Die verhaltenen Klänge unterstreichen eine Stimmung nur. Dann wieder drischt Töbi Tobler mit aller Kraft auf die Saiten ein. Und wenn er dazu noch wild schreit, hat es etwas Beängstigendes, Verzweifelndes.

Ein Glücksfall
Töbi Tobler ist der Spielmeister, der Magister Ludi des neuen Tellspiels. Er spricht von einem Glücksfall: «Mit meinem kleinen Stubeninstrument, gefüllt mit Energie, darf ich die Tellspiele vertonen.»

Das Hackbrett bietet viele Möglichkeiten. Das Klangspektrum reicht über dreieinhalb Oktaven. Der Klang des Instruments verändert sich, je nachdem, wie Tobler schlägt. Seine zwei Ruten, mit denen er das Hackbrett bearbeitet, sind auf der einen Seite mit Filz und Leder bespannt, auf der anderen holzbelassen. Doch allein ist Töbi Tobler trotzdem nicht: Unterstützt wird er von den Tellspielern. Sie summen mit oder jodeln auch mal.

Stehvermögen gefragt
Töbi Tobler braucht für die diesjährige «Tell»-Inszenierung ein gutes Stehvermögen. Rund zweieinhalb Stunden harrt er auf seinem Platz hinter seinem Hackbrett aus. Tobler steht zwar etwas erhöht, aber dennoch mitten unter den Zuschauern. Von hier hat er einen guten Überblick auf das Geschehen auf dem Spielfeld in der Mitte der neuen Arena im theater(uri).

Markus Zwyssig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Urner Zeitung.