«TEMPO-TAGE»: Die Suva blitzt Skirowdys auf den Pisten

Mit Tempomessungen will die Suva Schneesportler in elf verschiedenen Skistationen der Schweiz für die Geschwindigkeit und die damit verbundenen Gefahren auf der Piste sensibilisieren. Gestartet wird damit am Wochenende in Andermatt.

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Simulation eines Skiunfalls beim Dummytest der Suva. (Bild pd)

Simulation eines Skiunfalls beim Dummytest der Suva. (Bild pd)

Geschwindigkeiten von 50 km/h auf den Skipisten sind keine Seltenheit, wie es in einer Medienmitteilung der Suva heisst. Dabei könne ein Zusammenstoss schwerwiegende Folgen haben. Ein Test der Suva, der mit Ski-Dummies im Crash-Test-Center DTC im bernischen Vauffelin durchgeführt wurde, zeigt auf,
dass bei einer Kollision auf der Piste bei 50 km/h mit schweren Verletzungen zu rechnen ist.

Freiwillig in die Radarfalle
Unter dem Motto «Verwechseln Sie die Piste nicht mit einer Rennstrecke» sensibilisiert die Suva Schneesportler in verschiedenen Skistationen zum Thema Tempo. An den Tempo-Tagen können Schneesportler eine mit Radarmessung ausgerüstete Strecke befahren und dabei ihre Fahrgeschwindigkeit schätzen. Wer seine Geschwindigkeit auf 2 km/h genau einschätzt, wird mit einem kleinen Geschenk belohnt.

Zudem können die Teilnehmenden an einem Bremstest teilnehmen, der aufzeigt, wie lange ihr Bremsweg in Relation zur gefahrenen Geschwindigkeit ist.

Weniger, aber dafür schwerere Unfälle
Bei einem Sturz oder einer Kollision kommt es am häufigsten zu Kopf-, Rücken- oder Knieverletzungen. «Zwar ist in den letzen Jahren die absolute Anzahl der Schneesportunfälle auf Schweizer Skipisten leicht auf ca. 70'000 gesunken», sagt Edith Müller, Kampagnenleiterin Schneesport bei der Suva, «die Schwere der Verletzungen hat jedoch zugenommen.» Der schnelle Carving-Fahrstil gilt als eine der Ursachen dafür.

Ein Drittel aller Skifahrer verletzen sich an Knie- und Unterschenkel. Snowboarder verletzen sich am häufigsten an Schultern und Oberarmen. Im Jahr 2005 betrugen die Kosten aller Skiunfälle 183,5 Mio. Franken; die der Snowboardunfälle 31,5 Mio. Franken.

Die Suva strebt mit ihren Präventionsaktivitäten nicht nur weniger Schneesportunfälle an, sondern auch eine Abnahme der Unfallkosten. Dies wiederum komme den Versicherten in Form von tieferen Prämien zu Gute, heisst es weiter.

scd