Texaid sammelt viel mehr Kleider als im Vorjahr

Der Schattdorfer Textilverarbeiter Texaid hat im vergangenen Jahr 34'750 Tonnen Kleider und Schuhe gesammelt. Das sind 62 Prozent als im Vorjahr. Bedürftige erhalten 3,7 Millionen Franken.

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Der sorgfältige Umgang mit gebrauchten Textilien zahlt sich für Texaid aus. (Bild: PD)

Der sorgfältige Umgang mit gebrauchten Textilien zahlt sich für Texaid aus. (Bild: PD)

Texaid sammelt alte Kleider, Schuhe und Haushaltstextilien und verkauft diese in wirtschaftlich schwächere Länder zu Marktpreisen oder lässt sie recyceln. Alleine im Kanton Luzern wurden im letzten Jahr 1693 Tonnen Textilien gesammelt.

Der Erlös aus der Wiederverwertung brachte den beteiligten Hilfswerken, Samaritervereinen, Kolpingfamilien und sonstigen begünstigten Organisationen 3,7 Millionen Franken, wie der Urner Textilverarbeiter am Dienstagabend mitteilte. Dabei seien 95 Prozent der getragenen Kleider wieder brauchbar. 15 Prozent werden in Texaid-eigenen Betrieben in Bulgarien und Ungarn zu Reinigungstüchern geschnitten.

Vreni Saladin beim Sortieren von alten Schuhen. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
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Marlene Micaletto beim Sortieren von Kleidernamen. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Sogenannte Strichcodes, die maschinell eingelesen und elektronisch weiterverarbeitet werden können. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Vreni Wipfli beim Sortieren von Kleidern. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Sonstige gefundene Gegenstände aus der Kleidersammlung. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Alte Plüschtiere und eine Spielpuppe, die abgegeben wurden. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Sonja Jauch, Mitarbeiterin der Texaid in Schattdorf. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Ricupero Walter, Mitarbeiter von Texaid, beim Entsorgen von Gegenständen aus einem Bahnwagen, die nicht in die Kleidersammlung gehören. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Liridon Fejza beim Ausladen von alten Kleidern aus einem Bahnwagen. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Toni Kempf beim Verladen von alten Kleidern auf einen Lastwagen. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)

Vreni Saladin beim Sortieren von alten Schuhen. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)

Erwirtschaftet wurde das gute Ergebnis für die Hilfswerke durch eine ebenso ökonomisch wie ökologisch handelnde Sammelorganisation, wie Martin Böschen, CEO von Texaid, ausführt: «Das Textilsammeln ist arbeitsintensiv. Entsprechend sind bei Texaid gesamthaft 300 Leute in Logistik, Beschaffung, Sortierung, Spedition und Administration beschäftigt. Allein für die Leerung der Container und das Einsammeln der Säcke sind täglich 55 Mitarbeiter in der ganzen Schweiz unterwegs.» Ökologische Aspekte sind im täglichen Sammelleben gross geschrieben; so sorgt zum Beispiel ein modernes Logistiksystem für eine effiziente Tour der Chauffeure. Die Sammelware wird vom nächsten Güterbahnhof aus auf der Schiene ins Sortierwerk nach Schattdorf spediert.

Im letzten Herbst hatte Texaid mit den ungünstigen Wechselkursen zu kämpfen und rutschte in die roten Zahlen.

pd/rem