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Theater Schattdorf: Himmel oder Hölle?

Das Theatergeschehen Schattdorf spielt dieses Jahr auf zwei Ebenen. Ein eigentlich schon Toter verbringt seine letzten 24 Stunden auf der Erde. Am vergangenen Samstag war Premiere.
Robi Kuster
Hier bei der Hauptprobe: Katrin Stutz (Rebeka Welti) und Peter Müller (Alex Inderkum) wundern sich über das seltsame Gebaren von Markus Walter (rechts). Im Hintergrund Engelen (Thomas Bär) und Düvell (Brigitte Inderkum). (Bild: Robi Kuster (Schattdorf, 31. Oktober 2018))

Hier bei der Hauptprobe: Katrin Stutz (Rebeka Welti) und Peter Müller (Alex Inderkum) wundern sich über das seltsame Gebaren von Markus Walter (rechts). Im Hintergrund Engelen (Thomas Bär) und Düvell (Brigitte Inderkum). (Bild: Robi Kuster (Schattdorf, 31. Oktober 2018))

Die Besucher des diesjährigen Stücks «Irgendwo im Nirgendwo» vom Theater Schattdorf werden mit der Melodie von «Atemlos durch die Nacht» und einem kleinen Animationsfilm ins Geschehen eingeführt. Markus Walther (Jonas Kempf), der seine Freundin Katrin Stutz (Rebeka Welti) besuchen möchte, erleidet einen tödlichen Unfall und kommt vorerst in den Vorhimmel, wo er von den himmlischen Abgesandten Frau Düvell (Brigitte Inderkum) und Herr Engelen (Thomas Bär) auf Herz und Nieren geprüft wird, ob er sich für den Himmel oder die Hölle eigne.

Das Theater hat am vergangenen Samstag Premiere gefeiert. Der erste Akt spielt sich vor dem Theatervorhang ab, hinter dem sich das Wohnzimmer der Familie Stutz befindet. Die amüsante und längere Diskussion um die Seele von Markus Walther, der nur ratlos herumstehen kann, bringt trotz Computer-Hilfe keine Entscheidung für den Himmel oder die Hölle. Die einzige Lösung besteht darin, dass Walther nochmals für 24 Stunden auf die Erde muss, um Klarheit zu erhalten. Damit öffnet sich für das Publikum der Theatervorhang, hinter dem die Familie Stutz ihren Gewohnheiten nachgeht.

Auf keinen Fall lügen – gar nicht so einfach

Markus Walther kommt, wie vor dem Unfall beabsichtigt, zu Besuch bei seiner Freundin, verhält sich aber so speziell, dass es zu mehr Streit als Einvernehmen führt. Der Grund liegt darin, dass Düvell und Engelen für alle, ausser für Markus Walther, unsichtbar sind und den scheinbar Toten beeinflussen. Um sich den Himmel verdienen zu können, sollte er auf keinen Fall lügen, was im Hause Stutz nicht einfach ist, wo Hermann Stutz (Werner Gisler) ein Verhältnis mit einer anderen Frau führt und sogar am Unfall indirekt beteiligt war.

Für einmal ist in Schattdorf nicht das Schwankartige Trumpf, sondern eine Komödie mit besinnlichem Inhalt. Viele Szenen regen zum herzhaften Lachen an. Christian Herger liebt diese Art Komödie. Er sei vom Theater Schattdorf für die Regie angefragt worden und habe sofort zugesagt, weil ihn das Stück und ein Ensemble mit nur acht Spielern gereizt habe und weil er hier schon einmal aktiv auf der Bühne gestanden habe. Er lobte die lockere Probenarbeit bei den 24 abendlichen Proben und den zwei Probetagen.

Viel Neues im Schattdorfer Theater

Die Komödie stammt von Wolfgang Binder mit einer Dialektbearbeitung von Fritz Klein, welche Jolanda Gisler schliesslich in die Urner Mundart setzte. Sie selber spielt Doris Stutz. Sämtliche Rollen sind gut besetzt. Den längsten Einsatz hat Jonas Kempf als Markus Walther. Er bewegt sich immer sicher und gut in seinen sehr unterschiedlich zu spielenden Rollen. Auch Brigitte Inderkum als Teufelin und Thomas Bär als Engel sind vor allem im ersten Akt lange im Einsatz. Werner Gisler spielt wie immer den kleinen Filou, aber mit weniger Einsätzen als auch schon. Alex Inderkum als Peter Müller und Ehemann von Stefanie, ehemalige Stutz, steht zum ersten Mal auf einer Bühne. Ihn habe das Theater schon immer begeistert, meinte Christian Herger zum Neuzuzug.

So ist mit der besonderen Komödie, der Regie und der speziellen Vorbühne und dem Theaterinhalt in zwei Welten vieles neu. Das Theater Schattdorf verzichtet aber nicht auf die alt bewährten Kräfte von Werner Gisler, Jolanda Gisler, Rebeka Welti, Nadja Gisler, Brigitte Inderkum, Thomas Bär und Jonas Kempf. Sie alle können sich bei ihren Einsätzen auf die Souffleusen Alexandra Gamma und Christine Kieliger im Hintergrund verlassen.

Auf die Lösung muss der Theaterbesucher bis zum Schluss warten wie beim eingespielten Lied «Der Fahrstuhl nach oben ist besetzt, Sie müssen warten». Schliesslich kommt sie überraschend und verständlich. Die Theaterabende versprechen etwas Besinnung und Unterhaltung, aber auch Lustiges und Gesellschaftliches.

Reservationen unter Telefon 079 330 95 50 jeweils Mittwoch und Freitag 17.30-18.30 oder www.theater-schattdorf.ch. Weitere Aufführungen: 7., 9., 10., 11., 14., 16., 17., 18., 21. und 23. November, Aula Gräwimatt Schulhaus Schattdorf.

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