Theater Sisikon bietet Unterhaltung für Augen und Ohren

Die Theaterleute haben mit einem Stück über den Streit zweier benachbarter Gemeinden Premiere gefeiert.

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Zuweilen wird im diesjährigen Stück des Theaters Sisikon ziemlich handfest diskutiert.

Zuweilen wird im diesjährigen Stück des Theaters Sisikon ziemlich handfest diskutiert.

Bild: PD

Am vergangenen Samstag startete das Theater Sisikon mit der Premiere in die neue Theatersaison. Trotz der aktuell angespannten Gesundheitslage erhielten die Veranstalter die Bewilligung zur Durchführung.

Schon zu Beginn des ersten Aktes wird die volle Aufmerksamkeit des Publikums gefordert. Das vermeintliche Hauptthema, ein langjähriger Streit um den angrenzenden See und dessen Ernennung zum Weltnaturerbe zweier Nachbargemeinden, wird durch zahlreiche Nebenschauplätze und reichlich Dorfgeschwätz zwischenzeitlich verdrängt. Hauptstreithähne sind die Gemeindepräsidenten der Gemeinden Ober- und Untermupf in der Person von Willi Dangel (Leo Zwyer) und Resi Fischer (Judith Gasser). Unbemerkt von den Eltern entwickelt sich eine Liebesbeziehung zwischen deren Kinder Christine (Sonja Zwyer) und Martin (Philipp Bossert).

Prominenter Gast soll Abhilfe schaffen

Regisseur Thomas Furger versteht es eine Symbiose zwischen Theater und Musik herzustellen. Wie schon im Vorfeld durch die Organisatoren kommuniziert, bietet das Lustspiel nicht nur für die Augen, sondern auch für die Ohren der Besucherinnen und Besucher besondere Unterhaltung. Die Umrahmung durch Livemusik, gespielt von Dominik Furger auf den Instrumenten Schwyzerörgeli und E-Bass heben das Theaterstück auf eine andere Ebene.

Im einzigen Gasthaus der beiden Gemeinden geht es munter und hektisch zu und her. Das Wirtepaar Toni (Markus Bricker) und Sabine Brügger (Lisbeth Briker) leidet unter den Hänseleien der beiden Ortschaften. Eine Blitzidee, die Erfindung eines prominenten Gastes, soll die beiden Lager wieder zusammenführen. Das Gerücht um einen James-Bond-Filmproduzenten und die Strafversetzung des neuen Pfarrers sowie der Besuch einer Mitarbeiterin der Unesco bringen ordentlich Verwirrung in das Schauspiel. Der Auftritt eines bekannten Restaurantkritikers mit französischem Akzent und ein drohendes Atomendmülllager setzten dem Durcheinander die Krone auf. Die Lachmuskeln des Publikums werden arg strapaziert und enden gar in Muskelkater in der Bauchregion.

Die diesjährige Besetzung lebt für ihre jeweilige Rolle. Auffallend sind die grosse Motivation und Freude, die von der Bühne strahlen. Die einzelnen Charaktere überzeugen mit ihrer schauspielerischen Leistung und bereichern die ausgeglichene und energiegeladene Truppe.

Vorlagen des BAG werden eingehalten

Die Vorstellungen wurden im Vorfeld durch den Kanton Uri offiziell bewilligt. Noch vor Beginn der Aufführungen wurde auf die Auflagen hingewiesen. Sämtliche Besucherinnen und Besucher müssen ihre Personalien angeben. Dies wird mittels vorgefertigten Karten und Schreibmaterial vereinfacht. Durch die zusätzlichen Hygienemassnahmen in der Halle und in den Sanitärbereichen werden die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) eingehalten.

Informationen und Reservationen unter: www.theatersisikon.ch