Tierhalteverbot gegen Urner Landwirt

Ein Landwirt aus dem Kanton Uri darf wegen zahlreichen Verstössen gegen das Tierschutzgesetz definitiv keine Kühe mehr halten. Das Bundesgericht hat die Beschwerde des Bauern abgewiesen und ein unbefristetes Verbot bestätigt.

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Der Bauer verstiess gegen das Tierschutzgesetz.

Der Bauer verstiess gegen das Tierschutzgesetz.

Der Kantonstierarzt der Urkantone hatte bei dem Landwirt seit 1998 bereits mehrere Male schwere Verstösse bei der Haltung von Kühen, Rindern und Kälbern festgestellt. Unter anderem waren die Tiere bis zum Mittag nicht gefüttert worden. Die Stallungen waren zu dunkel und Kälber hatten keinen Zugang zu Wasser.

Verletzte Tiere wurden nicht ausreichend versorgt und in einem Fall war sogar ein Halsband eingewachsen. Im Juni 2011 sprach der Kantonstierarzt dann ein vollständiges und zeitlich unbeschränktes Tierhaltungsverbot aus. Nach dem Urner Obergericht hat nun auch das Bundesgericht die Beschwerde des Landwirts abgewiesen.

Laut den Richtern in Lausanne ist die Massnahme angesichts der zahlreichen Verstösse gegen das Tierschutzgesetz nicht zu beanstanden. Der Betroffene sei schon mehrfach verwarnt worden und den gemachten Auflagen jeweils nicht nachgekommen. Das zeige seinen fehlenden Willen zur Verbesserung der Zustände auf seinem Hof.

sda