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TIERSEUCHE: Bauern werden entschädigt

Der Kanton Uri entschädigt nun Tierhalter, die wegen der Seuche Bovine Virus-Diarrhoe (BVD) finanzielle Mehraufwendungen leisten müssen oder Einbussen erleiden.
Im Kanton Uri sind rund 100 Tiere von einer Sperre betroffen. (Bild: UZ (Altdorf, 3. Oktober 2009))

Im Kanton Uri sind rund 100 Tiere von einer Sperre betroffen. (Bild: UZ (Altdorf, 3. Oktober 2009))

Im vergangenen Sommer wurden auf den beiden Urner Rinderalpen Fiseten und Alplen Anzeichen einer BVD-Infektion entdeckt. Betroffen waren insgesamt 750 Rinder. Inzwischen muss von einer massiven Infektion mit der Rinderseuche Bovine Virus-Diarrhoe (BVD) ausgegangen werden. Der Kantonstierarzt musste in der Folge die sogenannte Verbringungssperre für trächtige Tiere (Einzeltiersperre) verfügen. Gemäss Veterinärdienst der Urkantone gibt es aktuell im Kanton Uri rund 100 verbringungs­gesperrte Tiere.

Aufgrund der hohen wirtschaftlichen Verluste ist die öffentliche Hand gefordert, etwas zu unternehmen. Der Regierungsrat hat an der Sitzung vom 7. November die Volkswirtschaftsdirektion ermächtigt, Entschädigungen für BVD-Härtefälle auszurichten. Die pauschale Entschädigung beträgt 150 Franken für verbringungsgesperrte Tiere, die im Kanton Uri stehen.

Für Menschen ist die Seuche ungefährlich

Damit soll ein Teil der Zusatzaufwendungen der Landwirte für die verbringungsgesperrten Tiere gedeckt werden. Dies betrifft insbesondere die Haltung der Tiere in einem separaten Stall zum Abkalben, was für die Bauern zusätzliche Arbeit für die Fütterung und das Melken mit sich bringt. Bringt ein Tier kein infiziertes Kalb zur Welt, kann die Absonderung nach Vorliegen des negativen Testergebnisses aufgehoben werden. Weiter entstehen Verluste durch fehlende Verkaufserlöse der gesperrten Tiere oder zusätzliche Futterkosten.

Bringt ein verbringungs­gesperrtes Tier ein persistent infiziertes (PI) Kalb zur Welt, werden zusätzlich 300 Franken je Tier ausbezahlt, da in diesem Fall die Verbringungssperre deutlich länger dauert. «Diese sogenannten PI-Kälber müssen ausgemerzt werden», schreibt der Regierungsrat in einer gestern veröffentlichten Medienmitteilung. «Sie stellen eine Gefahr für alle Tiere dar, die noch nie mit dem Virus in Kontakt gekommen sind. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich.»

Die Kosten für die erwähnten Massnahmen werden aus dem Tierseuchenfonds bezahlt. (red)

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