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Tierseuchen-Vorfall auf Urner Alpen: Falscher Befund hat Folgen

Zwei Kälber sind im Nachgang der Rinderseuche auf zwei Urner Alpen vom vergangenen Sommer fälschlicherweise mit einem negativen Resultat getestet worden. Als Folge daraus müssen nun rund 30 neue Tiere unter Verbringungssperre gestellt werden. Damit sind sie nicht für die Sömmerung zugelassen.
Auch die Urner Alp Fiseten war vom BVD-Virus betroffen. (Bild: Archiv Urner Zeitung)

Auch die Urner Alp Fiseten war vom BVD-Virus betroffen. (Bild: Archiv Urner Zeitung)

Nach dem Auftreten der Bovine Virus-Diarrhoe (BVD) auf den Alpen Fiseten und Alplen mussten 110 Rinder unter Kontrolle abkalben. Von den rund 100 geborenen Kälbern waren 30 Träger und wurden geschlachtet, wie das Labor der Urkantone am Freitag mitteilte. Zwei Kälber erhielten einen negativen Befund, waren aber infiziert.

Entdeckt habe man dies einerseits aufgrund des Zustands der Tiere selber, aber auch wegen der Nachbartiere, die mehr Antikörper ausschütteten, erklärte der Kantonstierarzt der Urkantone auf Anfrage.

Weil die Kälber in drei Betrieben im Kanton Uri eingestellt wurden, haben sie dort möglicherweise das Virus verbreitet. Dieses ist nur auf tragende Rinder übertragbar. Und diese können es erst bei einem Abort oder beim Abkalben ausschütten.

Grosses Sömmerungsgebiet

Daher mussten 30 neue Tiere unter Verbringungssperre gestellt werden. Sie sind nicht zur Sömmerung zugelassen. Die betroffenen Halter müssen einen Schaden hinnehmen, Verhandlungen zur Entschädigung seien am laufen.

Da Uri ein grosses Sömmerungsgebiet hat, ist der Kanton besonders gefährdet. So wurde die BVD-Überwachung in den Urkantonen optimiert mit zwei Tankmilchbeprobungen, einer Rindergruppe bei nichtmilchliefernden Betrieben und der Kälberbeprobung in den Spezialbetrieben. Auf freiwilliger Basis dürfen zudem aus Nicht-Urkantonen zugekaufte Kälber kostenlos auf BVD-Virus untersucht werden, die Kosten gehen zu Lasten der Urkantone.

sda

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