Tödlicher Unfall an den Schwyzer Pferdesporttagen: Reiterin gerät unter ihr eigenes Pferd

Der Abschluss der Schwyzer Pferdesporttage ist am Sonntagnachmittag von einem tragischen Zwischenfall überschattet worden. Eine Reiterin war unter ihr eigenes Pferd geraten. Die 26-Jährige zog sich tödliche Verletzungen zu.

Geri Holdener, bote.ch
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Die viertägigen Pferdesporttage des Kavallerievereins Schwyz in Ibach haben am Sonntag traurig geendet. Kurz vor Schluss der Veranstaltung, kurz vor 17 Uhr, war eine 26-jährige Teilnehmerin verunglückt. Beim Sprung über einen Oxer wurde sie vom achtjährigen Schimmel geschleudert und geriet unter die Hufe. Sofort eilten Helfer und Sanitäter herbei und begannen mit lebensrettenden Massnahmen.

Kurz darauf wurden alle Teilnehmer vor einem heranfliegenden Rega-Heli gewarnt. Die Reiter brachten ihre Tiere schleunigst weg. Der Helikopter der Rettungsflugwacht landete in der Wiese neben der Riedmattlistrasse. Der Turnierbetrieb musste abgebrochen werden. Die Kantonspolizei Schwyz kam für Ermittlungsarbeiten und zur Spurensicherung vor Ort.

Um 18 Uhr hob der Rega-Helikopter wieder ab und flog zurück zur Basis. Nach Angaben der Kantonspolizei Schwyz erlag die verunfallte Reiterin noch vor Ort ihren schweren Verletzungen. Das schnelle Engreifen der Rettungskräfte habe gezeigt, dass das Sicherheitskonzept der Veranstalter gegriffen hat, wie Florian Grossmann gegenüber dem «Bote» erklärt. Doch leider kam für die verunfallte Reiterin jede Hilfe zu spät.

Für die Betreuung der Teilnehmenden, der Organisatoren und der Helferinnen und Helfer wurde das Care Team des Kantons Schwyz aufgeboten. Öffentliches Publikum war wegen den Corona-Massnahmen keines vor Ort.

Der Kavallerieverein Schwyz spricht auf seiner Homepage den Angehörigen der verstorbenen Reiterin sein herzliches Beileid aus: «Wir sind mit unseren Gedanken bei der Familie und den Angehörigen und senden viel Kraft für die kommende Zeit.»

Auch der Kavallerieverein Wädenswil beklagt auf Facebook den schweren Verlust. «Tief erschüttert trauern wir um unsere 'Flo'», schreibt er und fährt fort, dass der Reitsport der 26-jährigen «alles» bedeutet habe. Sie gehörte seit 2012 dem Verein an und habe sich zu einer ambitionierten Amateurreiterin entwickelt. Der Verein wünscht den Angehörigen viel Kraft.

Wie TeleZüri berichtet, ist der Turnierplatz in Ibach am Montag geräumt worden. Das Hindernis 8, dort, wo sich das Unglück ereignet hat, bleibt vorderhand stehen. Hier können Familie und Freunde der 26-jährigen Abschied nehmen.