Tor übersehen im Spitzenkampf: Muss Heimspiel der Krienser Handballer wiederholt werden?

Der HC Kriens-Luzern spielte am Freitagabend zu Hause 24:24 gegen Schaffhausen. Eigentlich hätten die Krienser aber verlieren müssen– denn ein Tor des Auswärtsteams wurde irrtümlicherweise nicht gezählt.

Stephan Santschi
Drucken
Teilen
Der Krienser Filip Gavranovic setzt zum Sprungwurf an beim Spiel zwischen dem HC Kriens und den Kadetten Schaffhausen.

Der Krienser Filip Gavranovic setzt zum Sprungwurf an beim Spiel zwischen dem HC Kriens und den Kadetten Schaffhausen.

Bild: Patrick Hürlimann
(Kriens, 21. Februar 2020)

Der HC Kriens-Luzern rang am Freitagabend dem Schweizer Meister Kadetten Schaffhausen ein 24:24-Remis ab. Ob das Ergebnis dieses Spitzenkampfs in der Handball-NLA gewertet wird, ist allerdings offen. Denn: In der 36. Minute unterlief den Spielleitern ein erstaunlicher Fehler: Das Tor des Schaffhausers Maximilian Gerbl zur 16:13-Führung seines Teams wurde von den Schiedsrichtern Arthur Brunner und Morad Salah zwar anerkannt, fand jedoch nicht Aufnahme auf das Resultatblatt. Auch der Verbands-Delegierte Roger Felder am Zeitnehmertisch und der Liveticker-Verantwortliche bemerkten den Irrtum nicht. Am Ende hätten die Schaffhauser deshalb einen Treffer mehr auf dem Konto haben und die Partie eigentlich mit 25:24 gewinnen müssen. Erst spätnachts wurde der Fehler nach Konsultation der Videobilder jedoch offensichtlich.

Ob die Schaffhauser Protest gegen die Spielwertung einlegen werden, entscheidet sich in den nächsten drei Tagen. Danach werden allenfalls die zuständigen Rechtsinstanzen des Schweizerischen Handballverbands über den aussergewöhnlichen Vorfall befinden. Gut möglich also, dass es in Kriens zu einem Wiederholungsspiel kommen wird.