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TOURISMUS: Gesprächskultur für das Resort entscheidend

Damit das neue Feriendorf in Andermatt ein Erfolg wird, ist eine gute Kommunikation zwischen den Einheimischen und den Verantwortlichen des Projektes wichtig. Vor allem das Thema Wohnen beschäftigt die Andermatterinnen und Andermatter.
Investor Samih Sawiris vor dem Luxus-Hotel «The Chedi», dem Herzstück des Tourismus-Resorts in Andermatt. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Investor Samih Sawiris vor dem Luxus-Hotel «The Chedi», dem Herzstück des Tourismus-Resorts in Andermatt. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Dies geht aus einer Studie der Hochschule Luzern hervor, die die Auswirkungen des neuen Tourismusresorts auf Andermatt untersuchte. Das Papier ist eine Teilstudie einer Langzeitstudie, die sich von 2009 bis 2020 erstreckt und soziokulturellen und sozioökonomischen Fragen nachgeht.

Das Projekt verändere nicht nur das Ortsbild und die Landschaft, sondern auch das Zusammenleben, teilte die Hochschule am Dienstag mit. Die Einstellung der Bewohnerinnen und Bewohner Andermatts gegenüber der touristischen Entwicklung sei ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Destination.

Unterschiedliche Meinungen

Wenig überraschend haben nicht alle Einheimischen beim Projekt dieselbe Meinung. Die Forscher stellten eine ganze Palette von Einstellungen fest: Zuversicht, Abwarten, Enttäuschung und Unsicherheit.

Ein Teil der Andermatter sieht Chancen und glaubt, Einfluss nehmen zu können. Ein anderer Teil der Bevölkerung fühlt sich überrollt, fürchtet um das «alte Andermatt» und zieht sich zurück. Eine dritte Gruppe ist enttäuscht von bestimmten Entscheidungen und kritisiert einen Mangel an Transparenz. Diese Umgangsweisen kommen allerdings selten in Reinkultur vor, sondern vermischen sich.

Wichtig sei, dass es nicht zu einer Spaltung zwischen den Verantwortlichen des Projektes und der Bevölkerung sowie innerhalb der Bevölkerung komme, schreibt die Hochschule Luzern. Deshalb müsse anerkannt werden, dass jede Umgangsweise ihre Berechtigung habe. Es sei wichtig, dass zum Beispiel die, die sich um die Traditionen sorgten, nicht als Ewiggestrige abgestempelt würden.

Klare Informationen gewünscht

Die Studie empfiehlt, dass der Kommunikation die nötige Aufmerksamkeit geschenkt werde. Die Bevölkerung wünsche sich eine klare Kommunikation und wolle, dass problematische Inhalte direkt vermittelt würden. Erwartet würden von den Projektverantwortlichen Informationsveranstaltungen und keine Werbeveranstaltungen.

Eine Sorge der lokalen Bevölkerung ist die Wohnraumsituation. Die Mietpreise seien zwar nicht massgeblich gestiegen, wohl aber die Preise der Kaufobjekte, heisst es in der Studie. Da der Eigentümer-Anteil mit 63 Prozent hoch sei, sei diese Entwicklung für die Bevölkerung spürbar.

sda

Hinweis: Die ganze Studie auf www.best-andermatt.ch

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