TOURISMUS: Kommt die grosse Fusion am Gotthard?

Ein Mega-Skigebiet, das Angebote aus vier Kantonen unter einem Dach vereint. Im Gotthard-Raum wird über eine grosse Vision diskutiert.

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Wintersportler auf dem Gemsstock über Andermatt. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Wintersportler auf dem Gemsstock über Andermatt. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Seit der ägyptische Investor Samih Sawiris in Andermatt sein Resortprojekt vorantreibt, herrscht rund um den Gotthard eine ungeahnte Aufbruchstimmung. Neustes Beispiel ist das Projekt einer fusionierten Skiregion rund um das Gotthardmassiv. Der Disentiser Gemeindepräsident Dumeni Columberg hat dieses Projekt gegenüber der "NZZ am Sonntag" in den Grundzügen skizziert.

Konkret sollen Bergbahnen aus den vier Kantonen Graubünden (Disentis, Sedrun), Tessin (Airolo), Wallis (Fiesch) und eben Uri (Andermatt) unter einem Dach vereint werden. Neue Lifte sollen grosse Wintersportgebiete zu noch grösseren Skiregionen verbinden, die Bahn- und Busverbindungen ausgebaut werden.

Ein gemeinsamer Tarifverbund für die ganze Gotthardregion soll zudem dafür sorgen, dass das Angebot auch für die Gäste attraktiv wird. Columberg geht gar noch weiter: Ihm schwebt vor, dass alle beteiligten Bahnen einem gemeinsamen Management unterstellt werden, vereint unter einer Marke.

Erst am Anfang
Bis es soweit ist, dürfte aber noch viel Wasser die Reuss hinunterfliessen. Franz Steinegger, Verwaltungsratspräsident der Andermatt Gotthard Sportbahnen, bestätigt zwar Gespräche zwischen den Bahnen der Region, aber ein eigentliches Projekt sei derzeit nicht vorhanden, man stehe erst am Anfang eines langen Prozesses.

Eine verstärkte Zusammenarbeit unter den Bahnen, zum Beispiel mit einem gemeinsamen Produkt, sei vorab im Hinblick aufs Sommergeschäft sinnvoll. Im Wintergeschäft dagegen sei dies wegen den Verbindungswegen sehr viel schwieriger zu bewerkstelligen.

Stefan Inderbitzin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung und den Regionalausgaben.