Tradition
Seit fast 40 Jahren stellt der Seedorfer Michael Zurfluh Trycheln her – was es dabei zu beachten gibt

Trycheln verbinden wir mit Samichlausumzügen, Alpabzügen mit Schwingen oder seit neuestem mit Demonstrationszügen. Einer, der seit fast 40 Jahren seine Trychel-Leidenschaft auslebt, ist Michael Zurfluh aus Seedorf. Er ist Trychel-Schmied.

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Damit eine Trychel am Schluss die richtige Form hat, benötigt es viele Hammerschläge, harte Arbeit und gutes Augenmass. «Wenn ich eine Trychel fertig habe, schau ich sie mir nochmals an. Ich weiss, dieser Bauch muss so sein, die Kante muss da sein. Die Rundung kann man schlecht messen, das sind alles Erfahrungswerte», so der Trychel-Schmied Michael Zurfluh gegenüber PilatusToday.

Etwas vom wichtigsten bei den Trycheln ist der Ton. Die Unterschiede sind gross, erklärt Zurfluh. Rundere Formen machen einen tieferen Ton als eckigere Trycheln. Und: «Je grösser die Trychel, desto tiefer klingt sie.» Den richtigen Ton zu finden, sei das Schwierigste bei der Herstellung einer Trychel. Man habe einen Ton im Kopf, und versuche diesen dann umzusetzen. Und wann weiss man, dass es der richtige Ton ist:

«Mein Vater sagte immer beim Trycheln-Stimmen, ‹Jetzt habe ich Gänsehaut, jetzt klingt sie gut›.»

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