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TRANSPORT: Urner Regierung will auch touristische Seilbahnen subventionieren

In Uri sollen künftig auch touristische Seilbahnen Subventionen beantragen können, die bisher von Bund und Kanton nicht unterstützt wurden. Dies sieht die neue Seilbahnförderungsstrategie des Regierungsrats vor. Er will dafür Mittel der neuen Regionalpolitik einsetzen.
Eine Seilbahn fährt von Schattdorf aufs Haldi. (Bild Markus Zwyssig)

Eine Seilbahn fährt von Schattdorf aufs Haldi. (Bild Markus Zwyssig)

Die neue Strategie zu den Seilbahnen im Kanton wurde von der Urner Regierung am 12. April beschlossen. Eckpunkte daraus verriet sie in einer am Mittwoch publizierten Antwort auf eine Interpellation von Landrätin Frieda Steffen (CVP).

Mit rund 50 konzessionierten Seilbahnen sowie Sessel- und Skiliften verfügt der Kanton Uri über das schweizweit grösste solche Transportnetz in den Alpen. Viele davon sind Kleinstbahnen, die aufgrund strengerer Anforderungen an die Sicherheit und den Unterhalt laut Regierung immer häufiger in Finanzierungsengpässe geraten.

Vom Bund konzessionierte Seilbahnen im regionalen Personenverkehr erhalten Abgeltungen von der öffentlichen Hand für ungedeckte Kosten des Betriebs. Landwirtschaftliche Bahnen können ebenfalls Unterstützung bei Bund und Kanton beantragen. Überwiegend touristische Seilbahnen hingegen gingen bisher leer aus. Dies will der Regierungsrat nun ändern.

Der Regierungsrat sei bereit, schreibt er, auch jene Seilbahnen finanziell zu unterstützen, die nicht bereits Investitionshilfen seitens des Kantons und des Bundes erhalten würden. Es handle sich um Seilbahnen, die aus dem Tourismus pro Jahr einen Ertrag von über 50'000 Franken erwirtschafteten oder um Anlagen mit einer zentralen Bedeutung im Tourismus.

22 Bahnen betroffen

In die Kategorie fallen 14 Seilbahnen, sieben Skilifte und ein Sessellift. Bei diesen beläuft sich laut Regierung der Investitionsbedarf von 2016 bis 2023 auf gegen 6,5 Millionen Franken.

Unterstützten will die Regierung Investitionen in Anlagen, Seile, Antriebe, Steuerungen und Masten sowie in Massnahmen für die periodische Wiederinstandsetzung. Nicht unterstützt werden soll der reguläre Unterhalt. Diesen müssen die Bahnen selber tragen.

Die Investitionen sollen maximal zu 50 Prozent aus Geldern der Neuen Regionalpolitik (NRP) finanziert werden. Mindestens die Hälfte der Kosten müssen also die Seilbahnen selber oder Gemeinden, Banken, Förderorganisationen, Gebietskörperschaften oder Stiftungen aufbringen.

Seilbahnen seien oft treibende Faktoren in einer Tourismusdestination und generierten auch Einkommen in anderen lokalen Branchen, begründet die Urner Regierung die Subventionen. Seilbahnen trügen zum Erhalt einer dezentralen Besiedlung und zur Bewirtschaftung von erhaltenswerten Naturräumen bei. Zudem seien sie ein wesentliches Merkmal im Urner Tourismus. (sda)

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