Treibholz wird nach Unwetter aus dem Urnersee gefischt

Das Unwetter und die massiven Niederschläge vom vergangenen Wochenende, 3. und 4. Oktober, haben viel Treibholz in den Urnersee gebracht. Unter der Leitung des Amts für Umweltschutz wird es zurzeit aus dem See geräumt.

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Ein Mitarbeiter der Chemiewehr Uri birgt einen Baum aus dem See.

Ein Mitarbeiter der Chemiewehr Uri birgt einen Baum aus dem See.

Bild: PD

(pd/RIN) Die Hochwasserschutzmassnahmen, die nach den letzten grossen Unwettern 1987 und 2005 umgesetzt wurden, sind am vergangenen Wochenende, vom 3. und 4. Oktober, auf die Probe gestellt worden. Die massiven Niederschläge haben aber nicht bloss viel Wasser und Geschiebe gebracht, sondern auch grössere Mengen an Treibholz in den Urnersee gespült.

Je nach Windsituation haben sich regelrechte Treibgutteppiche entlang der Ufer gebildet, wie das Urner Amt für Umweltschutz in einer Mitteilung schreibt. Ganz speziell betroffen seien Hafenanlagen, in denen sich das Treibgut ansammeln konnte.

Im Hafen Bolzbach wird Treibholz mit einem grossen Greifer aus dem See entfernt.

Im Hafen Bolzbach wird Treibholz mit einem grossen Greifer aus dem See entfernt.

Bild: PD

Problematisch für die Schifffahrt

Aber auch im freien Gewässer schwimmen zum Teil grosse Holzstücke bis hin zu ganzen Bäumen. Sie stellen ein Problem für die Schifffahrt dar. Unter der Leitung des Amts für Umweltschutz wird das Treibgut nun seit Montag aus dem See entfernt. Mit Booten der Chemiewehr und der Fischerei wird das Material eingefangen. Es wird zum Teil durch Nauen aufgenommen oder am Ufer mit Greifern aus dem Wasser entfernt. Danach wird es durch Mitarbeiter des Maschinenrings Uri sortiert und aufbereitet. Da das Material zum Teil stark mit Plastik- und anderen Abfällen durchmischt ist, muss ein Teil direkt in die Abfallverbrennung gebracht werden. Die Arbeiten dauern laut des Amts für Umweltschutz voraussichtlich noch mehrere Tage an.

Im Hafen Bolzbach hat sich ein Teppich an Treibgut angesammelt.

Im Hafen Bolzbach hat sich ein Teppich an Treibgut angesammelt.

Bild: PD