Trockenmauer in Hospental soll saniert werden

Die Niederschläge vom vergangenen Jahr haben der Mauer zugesetzt. Für die Sanierung der Trockenmauer beantragt der Regierungsrat einen Nachtragskredit von 93750 Franken.

Carmen Epp
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Im Laufe der intensiven Niederschläge Ende Oktober 2018 ist ein Teil einer Trockenmauer der historischen Alten Gotthardstrasse oberhalb von Hospental auf einer Länge von zirka 7,5 Metern eingestürzt. Die noch stehen gebliebenen Teile der Mauer weisen in den angrenzenden Bereichen bei Mauerhöhen von über 2,5 Metern starke Ausbauchungen auf. Aufgrund der starken Ausbauchungen und der verwitterten Sedimentsteine bei den bestehenden Mauerabschnitten ist ein Totalersatz über die ganze Mauerlänge von zirka 28 Metern notwendig, heisst es im Bericht und Antrag des Regierungsrats an den Landrat zum Nachtragskredit für die Sanierung der Trockenmauer der Alten Gotthardstrasse vom 12. März.

Die Aufnahmen vor Ort am 22. November hätten gezeigt, dass das eingestürzte Teilstück und die unmittelbar angrenzenden Teile der Trockenmauer rasch wiederaufgebaut und instand gesetzt werden müssen, da ansonsten die Strasse immer mehr nachbrechen kann und für den Verkehr gesperrt werden müsste. Dabei wird die Strasse in den Sommermonaten durch die historische Postkutsche befahren und als Wanderweg sowie als Bike-Route genutzt.

Hauptwanderweg und Schutzobjekt

Über die Strasse verläuft ein Hauptwanderweg. Laut dem kantonalen Fuss- und Wanderweggesetz übernimmt der Kanton die Kosten der Anlage, des Unterhalts und der Kennzeichnung der Hauptwanderwege. Im Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz ist der Abschnitt von Hospental bis Chämleten zudem als Objekt von nationaler Bedeutung mit Substanz eingestuft. Für Schutzobjekte von regionaler und nationaler Bedeutung zeichnet gemäss des kantonalen Gesetzes über den Natur- und Heimatschutz der Regierungsrat verantwortlich.

Die geschätzten Sanierungskosten belaufen sich gemäss Regierung auf 125 000 Franken. Vom Bundesamt für Strassen sei ein Beitrag von 25 Prozent, also 31250 Franken, zu erwarten. Dem Kanton Uri bleiben daher Nettokosten von 93750 Franken. Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, den Betrag an seiner Session vom 10. April mittels Nachtragskredit zu sprechen.