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TrombUri spannt grossen Stilbogen

Am Anfang war ein Posaunenquartett. Zum 20-Jahr-Jubiläum wird die personell aufgestockte Formation einen Querschnitt durch ihr bisheriges Schaffen präsentieren und gleichzeitig die vielfältigen Facetten des Posaunenspiels aufzeigen.
Bruno Arnold
TrombUri gibt am 27. Mai in der Klosterkirche Seedorf ein Konzert zum 20-jährigen Bestehen. (Bild: PD)

TrombUri gibt am 27. Mai in der Klosterkirche Seedorf ein Konzert zum 20-jährigen Bestehen. (Bild: PD)

Sie haben an den unterschiedlichsten Orten im Urnerland und in der übrigen Schweiz gespielt, aber auch in Nordamerika und in Australien: Die Rede ist von TrombUri – 1998 als Posaunenquartett gegründet und 2015 zum Quintett erweitert. Ob die Werkhalle der Sisag, ein «Obergaadä» in Erstfeld, die Schweizer Botschaft in Kanada, ein Schweizer Klub in Sydney, die Betruf-Kapelle auf Gitschenen, die Luga-Festhalle in Luzern oder die Klosterkirche in Seedorf: Für die Posaunisten von TrombUri geniesst nicht der Ort des Auftritts oberste Priorität, sondern die Qualität des musikalisch Dargebotenen.

Seit 1998 steht TrombUri – der Name ergibt sich aus der Kombination von Trombone (Posaune) und Uri – für hochkarätige Posaunenmusik. Heute spielen die vier Urner Musiker Urs Zenoni, Patrik Stadler, Philipp Gisler, Daniel Gutjahr und ihr Schwyzer Kollege Christoph Schmid bei TrombUri mit. Am kommenden Sonntag geben sie in der Kirche des Klosters St. Lazarus in Seedorf ein Konzert zum 20-Jahr-Jubiläum der Formation.

Den Anfang machten Musiklehrer und Schüler

Angefangen hat die TrombUri-Erfolgsgeschichte allerdings schon vor knapp dreissig Jahren. Ab 1990 umrahmte Musiklehrer Urs Zenoni zusammen mit seinen damaligen Posaunenschülern Daniel Gutjahr, Patrik Stadler und David Walker sporadisch Anlässe unterschiedlichster Art. 1997 beschlossen die vier Musiker, regelmässig gemeinsam zu proben und vermehrt konzertmässig als Quartett aufzutreten. Seit 1998 setzen die Musiker unter dem Namen TrombUri immer wieder spezielle Mosaiksteine im Urner Kulturleben. Sie tun dies mit eigenen Konzerten, aber auch mit Auftritten zusammen mit Formationen wie «Appezeller Frauestriichmusig», Jazzchor Uri, Jodlerklub Bärgblüemli Schattdorf oder Feldmusik Allenwinden – um nur einige zu nennen.

2001 ersetzte Martin Huser David Walker, 2004 übernahm Christoph Schmid Husers Part. Weil Schmid 2015 unfallbedingt längere Zeit ausfiel, sprang Philipp Gisler ein. «Seither haben wir ein Luxusproblem», sagt Patrik Stadler – und schmunzelt. «Wir konnten Philipp Gisler zum Weitermachen motivieren und sind dadurch besetzungsmässig deutlich flexibler geworden», erklärt Stadler. «Wir können nun als Trio, Quartett oder auch als Quintett auftreten.»

Im TrombUri-Archiv finden sich mittlerweile rund 300 bis 400 Werke, 200 Kompositionen gehören zum aktuell spielbaren Repertoire. «Wir wollen uns nicht auf Experimente einlassen, sondern gehörfällige Werke spielen», betont Stadler.

Stilrichtungen werden oft gewechselt

Die Vielseitigkeit prägt denn auch das musikalische Schaffen von TrombUri. «Wir wollen uns nicht in eine Schublade stecken lassen.» Entsprechend breit ist das musikalische Spektrum. Es reicht von Werken der Renaissance und des Barock über leichte Klassik bis hin zu Unterhaltungsmusik aus Film, Jazz oder Pop. «Bei vier oder fünf Posaunen lässt sich die Klangfarbe nicht gross variieren, deshalb sind Stilrichtungswechsel besonders wichtig», meint der Schattdorfer Musiklehrer. Bei den TrombUri-Konzerten wechseln sich zudem klangvolle Originalkompositionen und raffinierte Arrangements ab. Einige Kompositionen wurden speziell für das Quartett geschrieben, zum Beispiel von Alfred Zwyer oder von «Hausarrangeur» Ingo Luis.

Gründungsmitglied gibt ein Comeback

Am kommenden Sonntag wird TrombUri in der Kirche des Klosters St. Lazarus in Seedorf einen Querschnitt aus seinem 20-jährigen Schaffen präsentieren. «Wir werden ein abwechslungsreiches Programm bieten, das die vielfältigen Facetten des Posaunenspiels aufzeigt», freut sich Stadler. Der stilmässige Bogen wird sich dabei vom Sousa-Marsch über «Wien bleibt Wien» und Duke Ellingtons «It don’t mean a Thing» bis hin zu Elton Johns «The Lion King» oder zur «Bürgenstock-Polka» spannen. Gründungsmitglied David Walker gibt zudem ein Comeback – allerdings nicht als Instrumentalist. Er wird als Ansager unter anderem mit der einen oder anderen Anekdote aufwarten.

Hinweis

Das Konzert von TrombUri findet am Sonntag, 27. Mai, 10.30 Uhr, in der Kirche des Klosters St. Lazarus in Seedorf statt. Der Eintritt ist frei (Türkollekte).

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