Trotz Aufholjagd: Niederlage für den
ESC Erstfeld im Cup

In einem aufgeheizten Spiel gegen Südstern verliert der ESC Erstfeld im Penaltyschiessen.

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Sein Einwurf verwandelte Nino Epp in ein Tor: Bernhard Loretz in einem früheren Spiel gegen den FC Schattdorf.

Sein Einwurf verwandelte Nino Epp in ein Tor: Bernhard Loretz in einem früheren Spiel gegen den FC Schattdorf.

Bild: Urs Hanhart (7. April 2016)

(mah) Mit insgesamt acht Testspielen in den Beinen ging es diesen Sonntag in den Grenzhof zum ersten Ernstkampf. Aus den vergangenen Saisons wusste man, dass mit Südstern eine heissblütige Mannschaft aufwartete. Die äusseren Temperaturen und der enge Spielstand trugen dann auch dazu bei, dass das Spiel von vielen kleinen Nickligkeiten begleitet wurde. Der Schiedsrichter zögerte lange mit den ersten Karten und half so nicht, die Emotionen aus der knappen Partie herauszunehmen. Schlussendlich mussten die Erstfelder nach Penaltyschiessen als Verlierer vom Platz.

Die Gastgeber starteten besser in die Partie. Ein Fehlpass im Aufbau der Erstfelder ermöglichte einen ersten Abschuss, welcher jedoch noch deutlich sein Ziel verfehlte. Eine Minute später, dann jedoch wieder ein Angriff, schoss die Befreiung aber in die Füsse eines Luzerners, welcher einen Pass in die Tiefe spielte. Da die Verteidigung das Abseits aufhob, konnte der Stürmer dann beinahe ungehindert zu einem schönen Schlenzer ansetzen, gegen den Markus Bürgler machtlos war. Schönes Tor, Duftmarke gesetzt, nun waren die Erstfelder gefordert.

Ausgleich durch Samuel Baumann

Wenige Minuten später eroberte Samuel Baumann auf der linken Seite den Ball, zog los und liess mit einem nicht weniger schönen Schlenzer dem Schlussmann auf der anderen Seite ebenfalls keine Chance. Nicht nur der Spielstand, sondern auch die schönen Tore waren nun wieder ausgeglichen. Das Spiel konnte also wieder von neuem beginnen. Die Erstfelder kamen nun ein bisschen besser ins Pressing, konnten jedoch durch den ganzen Match ihr Passspiel nie richtig aufziehen und den Gegner laufen lassen. Dann ein Freistoss aus gefährlicher Position für die Einheimischen, der Ball sprang an die Latte, von da ins Spielfeld zurück, wo ein Luzerner am schnellsten reagierte und ihn zur abermaligen Führung einnetzte. Wieder mussten die Gäste einem Rückstand hinterherrennen, dies jedoch ohne den flinken Flügelflitzer Samuel Baumann, welcher nach einem Zweikampf verletzt rausmusste.

Spielfluss kommt kaum auf – doch die Spannung bleibt

Kurz vor der Pause dann ein Einwurf durch Bernhard Loretz, im Gewühl vor dem Tor stand Nino Epp richtig und knallte den Ball zum 2:2 Pausenstand ins Tor. Gewisse Gemüter konnten sich auch während des Pausentees noch nicht abkühlen und so blieb das Spiel von Unsauberkeiten mit und ohne Ball geprägt. Spielfluss wollte auf beiden Seiten keiner aufkommen und die Spannung blieb. Nach 50 Minuten musste der zweite Erstfelder nach einem Zweikampf verletzt vom Feld. In der Folge hatten beide Teams ihre Chancen, Fabio Tresch wie später auch Fredi Euler scheiterten jedoch aus besten Positionen. So kam es, dass man in der Hitze noch in die Verlängerung musste – Mund abputzen, regenerieren, vorbereiten. Kaum war die Verlängerung angepfiffen, lief ein Angriff der Erstfelder: Silvan Baumann spielte den Ball zur Mitte auf seinen jüngeren Bruder Michael Baumann, welcher in seiner gewohnt coolen Art den Ball zur erstmaligen Führung verwertete. Nun hiess es, die Führung über die Runden zu bringen.

In der 113. Minute kam es zum Foul an Michael Baumann, welches zu einem Penalty führte. Captain Bernhard Loretz übernahm die Verantwortung und lief an. Der nicht sehr platzierte Schuss wurde vom Torwart dann geblockt und die Spannung blieb im Spiel. Von diesem Moment aufgeputscht, stürmten die Luzerner wild aufs Erstfelder Tor. Kurz vor Schluss war es dann tatsächlich so weit, eine auf gut Glück geschlagene Hereingabe fand einen Luzerner, welcher den Ball zum Ausgleich ins Tor spedierte.

Spiel wird im Penaltyschiessen entschieden

Logisch dass ein solches Spiel in diesem Lotteriespiel enden musste. Erstfeld begann und legte vor. Die ersten fünf Schützen jedes Teams verwerteten ihre Versuche, wobei Markus Bürgler beim fünften noch dran war, schade. Der sechste Versuch der Erstfelder wurde dann vom Torhüter pariert und so konnte der Spieler von Südstern alles klarmachen und behielt seine Nerven. Das Spiel war definitiv kein Augenschmaus. Spielerisch konnten die Erstfelder ihr eigentliches Können nie auspacken. Passkombinationen waren eine Seltenheit, wären in dieser Hitze aber nötig gewesen. Gut war jedoch, dass man sich von der aufgeheizten Stimmung nicht allzu sehr anstecken liess, einen zweimaligen Rückstand aufholen konnte und versuchte, ruhig zu bleiben. Am Schluss musste das Penaltyschiessen entscheiden und dort hatte Südstern die besseren Nerven. Mund abputzen, regenerieren und sich auf den Meisterschaftsstart vorbereiten, denn dort wartet mit dem FC Rothenburg ein erster Kracher.

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