Kanton Uri
Korporation legt auch im Coronajahr sehr gutes Ergebnis vor

Die Rechnung der Korporation Uri schliesst mit 237'800 Franken im Plus. Das ist weit besser als budgetiert.

Markus Zwyssig
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Im vergangenen Jahr hat die Korporation Uri auch ins Kulturkloster Altdorf investiert.

Im vergangenen Jahr hat die Korporation Uri auch ins Kulturkloster Altdorf investiert.

Bild: PD

Die Coronapandemie hat im vergangenen Jahr auch die Korporation Uri vor unerwartete Herausforderungen gestellt. «Es galt, rasch organisatorische Massnahmen zu treffen und die von Bund und Kanton geforderten Schutzkonzepte umzusetzen», heisst es dazu in einer Mitteilung der Korporation Uri. «Trotz des behördlich verfügten Lockdowns im Frühling 2020 konnten der Betrieb sowie die Dienstleistungen der Korporationsverwaltung ohne Unterbruch sichergestellt werden.»

Die Korporation Uri kann für das Geschäftsjahr 2020 sehr gute Zahlen vorlegen. Sie selbst spricht in einer Mitteilung von einem «starken Ergebnis». In Zahlen heisst dies: Gegenüber den Budgetvorgaben konnten die Einnahmen um rund 865'000 Franken auf total 6,78 Millionen Franken gesteigert werden. Auf der Aufwandseite resultieren insgesamt 6,54 Millionen Franken, was 645'000 Franken mehr als budgetiert sind. Die Jahresrechnung 2020 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 237'846 Franken. Das entspricht einem Plus von 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Budgetiert waren 17'775 Franken.

Statt dem traditionellen Bürgernutzen fand erstmals eine Bürgeraktion statt. Dafür wendete die Korporation Uri 140'940 Franken auf. Im September und Oktober konnten die Korporationsbürgerin und Korporationsbürger kostenlos ein Kombi-Billett bei den vier Luftseilbahnen Eggberge, Ruogig, Biel oder Ratzi lösen. Dieses berechtigte zu einer Berg- und einer Talfahrt bei zwei verschiedenen Luftseilbahnen entlang des Schächentaler Höhenweges.

Steigende Konzessionseinnahmen und solide Basis bei Vermögenserträgen

Die Eigenmittel der Korporation Uri betragen 17,25 Millionen Franken, was einer Eigenkapitalquote von 30,45 Prozent entspricht. «Verantwortlich für das robuste Jahresergebnis sind einerseits das Wachstum bei den Konzessionseinnahmen und andererseits die solide Basis bei den Vermögenserträgen», heisst es in der Mitteilung. Die geplanten Umbauarbeiten im Kulturkloster sowie die sonstigen baulichen Unterhaltsarbeiten bei den Wohnliegenschaften konnten im Rahmen der Budgetvorgaben realisiert werden. Beim Sachaufwand wurden die finanziellen Vorgaben eingehalten.

Die Einnahmen aus Regalien und Konzessionen bilden mit 53 Prozent die wichtigste Ertragsquelle der Korporation Uri. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Konzessionserträge um 5,8 Prozent gesteigert werden. Daneben machen die Vermögenserträge aus Liegenschaften, Anlagen sowie Pacht- und Baurechtszinsen rund 33 Prozent der Gesamteinnahmen aus. Die Steigerung der Vermögenserträge gegenüber dem Budget ist einerseits auf die Zunahme der Dividendenerträge aus Beteiligungen sowie auf den – nach eigenen Angaben «erfreulichen» – Vermietungsstand der eigenen Liegenschaften zurückzuführen. Rund 130'000 Franken machten diverse Benützungsgebühren zur Abgeltung von Dienstbarkeiten und Dienstleistungen auf dem Gebiet der Korporation Uri aus.

340'000 Franken in Dachwohnung und ins Kulturkloster investiert

Der Personalaufwand fiel wegen der pandemiebedingten Ausfälle von Sitzungen des Korporationsrats geringer aus. Die Sitzungsgelder waren entsprechend tiefer. Beim baulichen Unterhalt wurde in den Ausbau der Dachwohnung im Verwaltungsgebäude der Korporation Uri sowie für die verschiedenen Sanierungen und Erneuerungen beim Kulturkloster Altdorf investiert. Die Kosten für diese beiden Projekte betragen im Berichtsjahr rund 340'000 Franken. An Projekte für Alp- und Bodenverbesserungen wurden Beiträge von 277'000 Franken sowie an Alpräumungen Beiträge von 166'000 Franken ausbezahlt.

Der Korporationsrat Uri befindet an seiner Sitzung vom 16. April über die Rechnung 2020 der Korporation Uri. Der Gewinn von 237'800 Franken soll dem Eigenkapital zugewiesen werden. Der Korporationsrat Uri berät an der Sitzung auch über einen Beitrag von 123'750 Franken an einen Bewirtschaftungsweg auf der Alp Gemsfaier auf dem Urnerboden. Das sind 18 Prozent an die beitragsberechtigten Kosten von maximal 687'500 Franken.