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Turm von Hospental soll nächstes Jahr Aussichtsplattform erhalten

Die Baubewilligung für den geplanten Ausbau des leeren Steingebildes liegt vor.
Lucien Rahm
Soll bald bis zum Dach begehbar sein: Der Turm von Hospental. (Bild: Urs Hanhart, 5. Juni 2018)

Soll bald bis zum Dach begehbar sein: Der Turm von Hospental. (Bild: Urs Hanhart, 5. Juni 2018)

In seinem Innern herrscht derzeit Leere: Der Turm von Hospental wurde bis vor ein paar hundert Jahren noch zum Wohnen genutzt. Seither dient er als dekoratives Element in der Hospentaler Landschaft. Nun soll auch der Innenraum des steinernen Gebäus aus dem 13. Jahrhundert wieder einen Zweck bekommen. Auf dem Turm soll eine Aussichtsplattform entstehen. Vergangenen Monat ist das entsprechende Baugesuch bewilligt worden, wie Georg Simmen, Talschreiber der Korporation Ursern, auf Anfrage sagt. Die Korporation tritt dabei als Bauherrschaft auf.

Vorgesehen ist, das Turminnere mit einer Gitterrost-Treppe zu versehen. Diese soll die Besucher aufs Turmdach führen, wo eine «einfache Metallplattform» entstehen wird, wie Simmen sagt.

Idee besteht seit vier Jahren

Die Idee einer Plattform auf dem Wehrturm ist nicht ganz neu. Bereits vor vier Jahren hatte sie die Korporation zusammen mit der Gemeinde Hospental und der Andermatt Urserntal Tourismus GmbH im Rahmen des Projektwettbewerbs «Unser Uri» der Urner Kantonalbank eingereicht. Das Projekt zählte damals nicht zu den 18 Gewinnern, die von der Kantonalbank unterstützt wurden.

Eine aktuelle Visualisierung des Ausbaus. (Quelle: PD)

Eine aktuelle Visualisierung des Ausbaus. (Quelle: PD)

Doch nun soll die Plattform schon bald Realität werden. «Der Einbau soll, wenn die Finanzierung klappt, im Sommer 2020 über die Bühne gehen», sagt Simmen. Erstellt ist die Konstruktion gemäss Projektbeschrieb von 2015 in rund einem bis zwei Monaten. Das Treppengerüst soll dabei selbsttragend sein und «nicht oder nur sehr gering mit der Turmmauer verbunden sein». Von aussen wird die Konstruktion nicht zu sehen sein. Es sollen dabei die Vorgaben des Heimatschutzes berücksichtigt werden.

Finanzierung durch Öffentlichkeit

Das Vorhaben wird Kosten von schätzungsweise 265'000 Franken verursachen. «Es ist davon auszugehen, dass bei einer weiteren Detaillierung des Bauprojekts diese noch höher ausfallen werden», sagt Simmen.

Wie dieser Betrag finanziert werden kann, werde nun abgeklärt. «Es ist geplant, diverse Stiftungen anzuschreiben, und auch andere öffentlichen Leistungsträger wie Bund, Kanton oder Gemeinden werden um einen Beitrag angegangen.» Im kommenden Frühling soll der Talgemeinde der Korporation Ursern dann ein Kreditantrag für die Plattform vorgelegt werden können.

Projekt soll Touristen anlocken

Mit der Möglichkeit der Begehung soll Hospental touristisch aufgewertet werden. «Wir sind der Ansicht, dass durch die Aussichtsplattform ein touristischer Anziehungspunkt geschaffen wird», so Simmen. Zudem sollen Tafeln auf die Geschichte des Turms und jene des Urserntals eingehen. Und auch für Einheimische würde der Steinturm gemäss Projektbeschrieb wieder «ein attraktives Ziel».

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