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Oberalppass: Nik Hartmann übernimmt Leuchtturmschlüssel

Nik Hartmann ist neu Ehren-Leuchtturmwärter auf dem Oberalppass. Die Region hofft auf eine grosse Werbewirkung.
Urs Hanhart
Hanno Wyss von der Stiftung Leuchtturm Rheinquelle übergibt dem neuen Leuchtturmwärter Nik Hartmann (rechts) den Schlüssel zum Turm. (Bild: Stiftung Leuchtturm Rheinquelle, Oberalppass, 9. August 2019)

Hanno Wyss von der Stiftung Leuchtturm Rheinquelle übergibt dem neuen Leuchtturmwärter Nik Hartmann (rechts) den Schlüssel zum Turm. (Bild: Stiftung Leuchtturm Rheinquelle, Oberalppass, 9. August 2019)

Vor dem weltweit höchstgelegenen Leuchtturm Rheinquelle, der seit 2010 den Passübergang von Uri nach Graubünden ziert, präsentierte sich gestern ein ziemlich skurriles Bild. Beim rot-weiss leuchtenden Wahrzeichen waren rund drei Dutzend Liegestühle aufgestellt worden, die sogleich von Wanderern und Passanten in Beschlag genommen wurden. Auf dem Oberalppass gibt es zwar einen See, aber es wurde nicht etwa eine neue Badi eröffnet. Vielmehr waren die temporären Sitz- und Liegegelegenheiten für Leute bestimmt, die einer ganz speziellen Veranstaltung beiwohnen wollten. Nik Hartmann wurde im Rahmen eines vom Sänger und Stimmkünstler Bruno Amstad musikalisch umrahmten Events als neuer Ehrenwärter des Leuchtturms eingesetzt.

Mindestens 100 Franken für einen Schlüssel

Hanno Wyss, Stiftungsrat bei der Stiftung Leuchtturm Rheinquelle, überreichte dem Aushängeschild des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF) symbolisch in luftiger Höhe einen überdimensionalen roten Schlüssel. Hartmann erhielt obendrein aber auch noch einen richtigen, ebenfalls roten Schlüssel, verpackt in einer schwarzen Box, mit dem er nun jederzeit die Türe öffnen und den Turm betreten kann. Ansonsten sind nur Personen im Besitz eines solchen Schlüssels, die der Stiftung Rheinquelle mindestens 100 Franken gespendet haben.

Botschafter für die Bergregionen

Hartmann freute sich sichtlich riesig über die Ernennung und sein neues Ehrenamt. «Als die Anfrage der Stiftung Rheinquelle bei mir eintraf, musste ich nicht lange überlegen. Ich habe sofort zugesagt», verriet Hartmann. «Für mich ist es eine grosse Ehre, hier oben das Amt des Leuchtturmwärters zu übernehmen. Ich bin sehr gerne Botschafter für diese Region.»

Auf seinen vielen Wanderungen sei er zur Erkenntnis gekommen, dass gerade in den Bergregionen sehr viel Kreativität und Überlebenswillen vorhanden sei. Der Publikumsliebling sieht sich aber auch als Botschafter für die ganze Schweiz und die gesamte Bergregion. Der TV-Mann ist erst kürzlich von einer Grönland-Reise in seine Heimat zurückgekehrt. Auf seinem Trip hat er verschiedene Parallelen zur Welt der Alpen festgestellt, wie Hartmann verriet:

«Wenn man in Grönland wandern geht, hat man fast das Gefühl, im Gotthard-, Oberalp- oder Sustengebiet unterwegs zu sein.»

Dies unter anderem wegen des vielen Granitgesteines. «In Grönland gibt es zwar immer noch viel Eis, aber es ist am Verschwinden, ganz ähnlich wie bei den Gletschern in den Alpen», so Hartmann.

Von Rotterdam auf den Oberalppass

Der Leuchtturm Rheinquelle ist eine verkleinerte Nachbildung jenes Leuchtturms, der in den Niederlanden über 70 Jahre lang an der Rheinmündung stand und mittlerweile im maritimen Museum in Rotterdam die Besucher fasziniert. Mit der Errichtung dieses Wahrzeichens, inmitten der Bergwelt, wo das Meer Hunderte Kilometer entfernt ist sowie weit und breit keine Schiffe verkehren, wollte man alle Menschen, die entlang des Rheins wohnen, dazu animieren, irgendwann in ihrem Leben die Rheinquelle zu besuchen. Diese befindet sich beim Tomasee, nur wenige Kilometer vom Oberalppass entfernt.

Der Schlüsselübergabe wohnten viele Zaungäste bei. (Bild: Urs Hanhart, Oberalppass, 9. August 2019)

Der Schlüsselübergabe wohnten viele Zaungäste bei. (Bild: Urs Hanhart, Oberalppass, 9. August 2019)

Die Stiftung Rheinquelle hat 2015 den Leuchtturm übernommen. Seither veranstaltet sie Anlässe zur Förderung der touristischen Vermarktung der Region. Eine davon ist die jährliche Ernennung eines Leuchtturmwärters. 2016 wurde diese Ehre den niederländischen Künstlern Mini und Maxi zuteil. Im Jahr darauf folgte der niederländisch-schweizerische Künstler Ted Scapa. 2018 agierte der Expeditionsschwimmer und Wasserbotschafter Ernst Bromeis als Turmwärter. Die Einsetzung von Hartmann als neuer Ehren-Leuchtturmwärter wurde live via Internet übertragen. Wyss liess es sich nicht nehmen, über die sozialen Medien eine Grussbotschaft an den Standort des Original-Leuchtturms zu senden, selbstverständlich in niederländischer Sprache.

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