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Über Komplott-Theorie wird nicht mehr diskutiert

Neuer Zeuge Zu Beginn der Verhandlung beantragte Verteidiger Jaeggi, den ehemaligen Vizedirektor der Gefängnisanstalt als Zeugen zu befragen, in welcher der verurteilte Auftragsschütze Sindelic inhaftiert war. Dieser hatte sich von sich aus schriftlich beim Obergericht gemeldet und angegeben, Sindelic habe ihm gegenüber im Juni 2015 gesagt, dass Walker unschuldig sei und nicht er, Sindelic selber, auf Nataliya K. geschossen habe, sondern ein Angehöriger. Für den Fall einer Vorladung als Zeuge vor Gericht liess er sich gar vom Amtsgeheimnis befreien.

Für Jaeggi ist klar: Beim Angehörigen, den der ehemalige Vizedirektor des Gefängnisses nennt, handle es sich «mit an Sicherheit grenzender Wahr- scheinlichkeit» um den Bruder von Sindelic. Auch er sei vor Gericht zu befragen. Ausserdem forderte Jaeggi, die Akten der «Rundschau» zu entsiegeln. «Es geht nicht an, dass ein Teil der Wahrheit irgendwo im Tresor des Obergerichts verstaubt.»

Dillier: «Trägt nichts zur Klärung der Tat bei»

Oberstaatsanwalt Imholz wehrte sich dagegen. Das Schreiben des ehemaligen Vizedirektors des Gefängnisses sei nicht viel mehr wert als das Papier, auf dem es stehe; er könne nichts Neues beitragen. Das Obergericht schloss sich dem an und lehnte die Anträge nach einer 20-minütigen Beratung ab. Das Schreiben sei zu den Akten genommen worden, eine Befragung erachte man jedoch nicht als notwendig, so Obergerichtsvizepräsident Thomas Dillier. Der hatte bereits zu Prozessbeginn klargemacht, dass die Komplott-Theorie vom Bundesgericht verworfen worden sei und man sich deshalb damit nicht mehr befassen werde. Er habe die «Rundschau»-Akten kurz gesichtet und festgestellt, dass diese nur die Komplott-Theorie betreffen. Im Licht des Bundesgerichtsurteils komme diesen Akten «keine Beweistauglichkeit» zu, so Dillier. Die Informationen der «Rundschau» und des ehemaligen Vizedirektors des Gefängnisses könnten nichts zur Klärung der Tat beitragen. (eca)

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