Überschuss für Erstfeld von 445'000 Franken

Die Energiestadt Erstfeld kann für das Jahr 2019 ein sehr erfreuliches Rechnungsergebnis präsentieren. Mit einem Eigenkapital von 4,761 Millionen Franken ist die Gemeinde für die anstehenden Grossinvestitionen gewappnet.

Simon Zollinger
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Blick hinunter auf die Energiestadt Erstfeld.

Blick hinunter auf die Energiestadt Erstfeld.

Markus Herger (Erstfeld, 5. April 2020)

Der erfreuliche Trend bei den Erstfelder Gemeindefinanzen habe sich auch vergangenes Jahr fortgesetzt, schreibt die Erstfelder Gemeindekanzlei in einer Mitteilung. So weise die Jahresrechnung 2019 bei Aufwendungen von 12,274 Millionen Franken und Erträgen von 12,720 Millionen Franken einen operativen Gewinn von 446200 Franken aus. Das gute Rechnungsergebnis erlaube zusätzliche Abschreibungen von 438998 Franken. Nach Vornahme dieser Abschreibungen wird für 2019 ein Jahresergebnis von 14700 Franken ausgewiesen. Dieser Gewinn wird dem Bilanzüberschuss gutgeschrieben. «Ermöglicht wurde das verbesserte Rechnungsergebnis durch zusätzliche Steuereinnahmen von rund 250000 Franken», wie Gemeindeschreiber Markus Herger erläutert.

Nettoinvestitionszunahme von fast zwei Millionen Franken

Die Investitionsrechnung 2019 weist bei Ausgaben von 4,455 Millionen Franken und Einnahmen von 0,531 Millionen Franken eine Nettoinvestitionszunahme von 3,924 Millionen Franken aus. Budgetiert gewesen war eine Nettoinvestitionszunahme von 2,080 Millionen Franken. Gesamthaft fallen die Nettoinvestitionen somit um rund 1,844 Millionen Franken höher aus als budgetiert. Die relativ grosse Abweichung kann mit folgenden Positionen begründet werden: Die Ausgaben für die Sportanlage Pfaffenmatt fallen netto rund 0,2 Millionen Franken tiefer aus als budgetiert, weil sich der Bau des Naturrasens verzögert hat. Weiter wurde die Landparzelle Stegmätteli (Wohnen im Alter) in Absprache mit der externen Revisionsstelle zu einem Wert von 409'200 Franken vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen umgegliedert. Bei der Sanierung der Leonhardstrasse sind die Nettoausgaben rund 274'300 Franken tiefer ausgefallen als budgetiert, denn die Arbeiten im Bereich der Unterführung Birtschen werden erst nach der Sanierung der Gotthardstrasse ausgeführt. Zum Budgetierungszeitpunkt nicht bekannt waren die Aufwendungen für die Zeichnung des Dotationskapitals der Wasserversorgung (2 Millionen Franken) sowie die Planung der Personenunterführung Schlossbergstrasse (150'000 Franken).

Solide Finanzlage dank Schuldenabbau

Die sehr guten Rechnungsergebnisse der vergangenen Jahre haben zu einer markanten Verbesserung der Finanzlage Erstfelds geführt. Gemäss Bilanz wird per 31. Dezember 2019 ein Eigenkapital von 4,761 Millionen Franken ausgewiesen, womit Erstfeld für die bevorstehenden Grossinvestitionen (Gesamtsanierung Schulanlagen, Neubau Feuerwehrlokal) mit Kosten von gesamthaft rund 18 Millionen Franken gut gewappnet ist. Die zuständigen Behörden werden aber auch in Zukunft gefordert sein, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln haushälterisch umzugehen.

Das Fremdkapital der Gemeinde Erstfeld betrug per vergangenen 31. Dezember 5,9 Millionen Franken. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten muss die Gemeinde heute zu einem durchschnittlichen Zinssatz von 0,48 Prozent verzinsen. Gesamthaft konnten die mittel- bis langfristigen Schulden in Erstfeld in den vergangenen zehn Jahren um rund 6,5 Millionen Franken reduziert werden.

Gemeindeversammlung Erstfeld voraussichtlich am 3. Juni

Die Rechnung 2019 der Einwohnergemeinde wird der Gemeindeversammlung voraussichtlich am Mittwoch, 3. Juni, vorgelegt. Ob die Gemeindeversammlung aufgrund der ausserordentlichen Lage durchgeführt werden kann, wird der Gemeinderat voraussichtlich Ende April entscheiden.