«Ürner Asichtä»: Anfängerin

Fränzi Stalder berichtet von ihren ersten Langlauferfahrungen und verrät, ob sie diese Sportart weiterempfehlen kann. 

Fränzi Stalder
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Fränzi Stalder

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Die Langlaufloipen des Urserntals liegen mir beziehungsweise meinem Arbeitsplatz quasi zu Füssen. Grund genug, diese einmal selbst auszuprobieren. Ganz bequem habe ich vorgängig die Ausrüstung zur Miete online reserviert. Am besagten Tag werde ich dann schon im «The Nordic House» in Andermatt erwartet. Wohlig warm ist es hier drin. Kappen, Handschuhe und allerlei weiterer winterlicher Accessoires präsentieren sich im Shop. Zwei schmale Latten der Marke Fischer, Schuhe und Stöcke sind bereit und warten auf eine Anfängerin wie ich eine bin. Mein sportliches Fieber steigt, los geht’s...

Klick und Klick. Stehen auf Langlaufskiern funktioniert. Die Stöcke muss ich jedoch nach der Aufforderung des Langlauf Instruktors schon wieder abgeben. Gleichgewichtsübungen stehen zuerst auf dem Programm. Auf dem Übungsplatz laufe ich Slalom rund um die aufgestellten farbigen Plastikteller und erhalte relativ schnell ein Gefühl für die Latten an meinen Füssen. Dass diese jedoch ganz schön rutschen, ohne Kanten ist ziemlich ungewohnt. «Immer schön in die Knie gehen», das ist das A und O für jeden Langläufer und soll verhindern, dass ich auf meinem Allerwertesten lande.

Nach dem Aufwärmen geht es auf die klassische Langlaufloipe und ich habe so gar keine Zeit für die wunderbar verschneite Landschaft um mich herum. Ich muss mich schliesslich konzentrieren, um mich auf den Beinen zu halten. Ganz schön Wackelpudding hier oben – werden sich wohl die Fischer an meinen Füssen gedacht haben. Ich muss zugeben, im Fernsehen sieht es einiges einfacher aus – von eleganter gar nicht zu sprechen. Aber bekanntlich macht ja erst die Übung einen Meister.

Jetzt kommen die Stöcke wieder zum Einsatz. Ein wenig Gleiten gelingt ganz gut, dafür wackeln die Knie wieder etwas mehr. Hin und her geht es auf dem Übungsplatz bis langsam, aber sicher die Nacht über das Urserntal hereinbricht. Als die ersten Sterne am Himmelszelt funkeln, ist es Zeit, die erste Langlauflektion abzuschliessen. Zurück im The Nordic House stosse ich mit einem warmen Punsch auf meine ersten Langlaufschritte an. Ich habe mich auf den Beinen gehalten – mein persönliches Highlight. Am Ende bekomme ich per Videoanalyse meine ersten Langlaufversuche zu Gesicht. Das eine oder andere Gelächter ist vorprogrammiert. Doch selbst Profis werden nur so besser.

Mein Fazit: Zugegeben, auf den Spuren von Dario Cologna werde ich wohl nie wandeln – oder langlaufen. Aber es hat Spass gemacht, etwas Neues auszuprobieren und dem Trend Langlaufen etwas auf die Spur zu kommen. Frische Luft, Bewegung und der einfache Zugang zur Ausrüstung und der Loipe – ich erkenne schnell ein paar Faktoren, welche für den Trend Langlaufen sprechen. Nachmachen empfohlen.

Fränzi Stalder, PR-Fachfrau