UKB-Gebäude am Bahnhof ist auf Kurs

Investiert werden 49,5 Millionen. Für die ersten Arbeiten konnten vor allem Urner berücksichtigt werden.

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Heini Sommer, UKB Bankratspräsident: «Wir möchten verhindern, dass das Gebäude zum reinen Spekulationsobjekt wird.»

Heini Sommer, UKB Bankratspräsident: «Wir möchten verhindern, dass das Gebäude zum reinen Spekulationsobjekt wird.»

Bild: Florian Arnold

(zf) Der Bau der neuen UKB-Gebäudes am Bahnhof Altdorf hat augenfällig begonnen, momentan sind die Tiefbauarbeiten im Gang. «Alles läuft termingerecht», sagt CEO Christoph Bugnon. Rund 50 Prozent der Arbeiten seien vergeben. «93 Prozent dieser Arbeiten konnten an Urner Unternehmen vergeben werden», sagte Bugnon nicht ohne Stolz. «Die Urner machen sehr gute konkurrenz- und leistungsfähige Angebote. Sie können auch im nationalen Wettbewerb mithalten.» Ob man diese hohe Urner-Quote halten könne, sei nicht gewiss, da noch Arbeiten vergeben werden müssten, die in Uri gar nicht angeboten werden könnten.
Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei 49,5 Millionen.

«Momentan liegen wir gut im Plan», so Bugnon. Inbegriffen in diese Kosten seien auch spezifische Einrichtungen für die Bank, die sich im ersten Stock einrichten wird. Mit gewissen Planungen sind auch Mitarbeiter der Bank beschäftigt. Diese Personalkosten laufen aber über das gewöhnliche Budget der Bank. «Wir haben auf diese Weise auch die Chance, Optimierungen direkt einzubringen, die letztlich auch Einsparungen bringen.»

Firma prüft die Nachnutzungen der bestehenden Gebäude

Noch ist unklar, was mit den bestehenden Gebäuden der UKB geschehen wird. Eine Planungsfirma ist daran, mögliche künftige Nutzungen der Räumlichkeiten zu eruieren. Danach werde es daran gehen, einen Investor zu finden. «Wir möchten verhindern, dass das Gebäude zum reinen Spekulationsobjekt wird», stellte Heini Sommer klar. Der Bankrat habe klare Vorgaben an das Mandat. «Uns muss am Schluss das Konzept überzeugen.»

Auch die Gebäude in Erstfeld und Schattdorf gehören zum Gesamtpaket, das beurteilt wird. Ein Budget, was mit den bestehenden Gebäuden erwirtschaftet werden soll, bestehe noch nicht. «Wir haben eine Idee vom Marktwert, aber die Preisgestaltung kann je nach Nutzung eine grosse Bandbreite aufweisen», stellte Geschäftsleitungsmitglied Urs Eichenberger klar.

2020 soll die eingeschlagene Distributionsstrategie nun konsequent verfolgt werden, wie Bankratspräsident Heini Sommer sagte. Dazu zählen auch die neuen Video-Services, bei denen Kunden an einem Bildschirm mit einem Mitarbeiter der Bank sprechen können. Im April soll ein erster Test in Altdorf stattfinden, parallel dazu werden die Filialen umgebaut. Spätestens ab Juli soll dann der Video-Service in den Filialen laufen. In Bürglen wird zudem ein Einzahlungsautomat gebaut, in Göschenen ein neuer Bancomat. Der Dialog mit den Gemeinden, die auch von Filialschliessungen betroffen sind, sei gelungen, so Sommer. Umgesetzt wird das Projekt Strukturimpuls, das Gemeinden bei Projekten unterstützt.