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UKB gibt an der Tagung des Urner Gemeindeverbands einiges zu reden

Einige Gemeinden kritisieren das Verhalten des Vorstands zur geplanten Schliessung von UKB-Filialen.
Denkmalpfleger Thomas Brunner hielt an der Frühlingstagung des Urner Gemeindeverbands in Spiringen ein Referat. (Bild: Urs Hanhart, Spiringen, 12. April 2019)

Denkmalpfleger Thomas Brunner hielt an der Frühlingstagung des Urner Gemeindeverbands in Spiringen ein Referat. (Bild: Urs Hanhart, Spiringen, 12. April 2019)

An der Tagung des Urner Gemeindeverbands am Freitag in Spiringen musste sich dessen Vorstand einige Kritik anhören. Für mehrere Gemeinden geht es darum, ob sie ihre UKB-Filialen oder -Agenturen verlieren oder behalten können. «Wir haben den Gemeindeverband um Unterstützung angefragt, jedoch eine Absage erhalten», sagte die Erstfelder Gemeindepräsidentin Pia Tresch namens der acht betroffenen Gemeinden, die sich gemeinsam zur Wehr gesetzt haben. Tresch kritisierte die Begründung des Vorstands, dass man sich nicht zuständig fühle, da dieses Thema nicht alle Gemeinden betreffe. «Wir haben dies zwar nicht verstanden, aber akzeptiert», so Tresch. «Umso erstaunter waren wir, als der Gemeindeverband zu Beginn der Gespräche mit der UKB-Leitung plötzlich aktiv dabei war. Das finden wir inkonsequent. Man hätte die Gemeinden von Anfang an unterstützen müssen, zumal wir im Vorfeld der Gespräche eine Riesenarbeit geleistet haben.»

Präsident nimmt Kritik entgegen

Verbandspräsident Karl Walker stellte klar: «Wir waren zu Beginn nicht dabei, weil wir die Auffassung vertraten, dass es sich um die Ebene von Regierungs- und Landrat handelt, zumal zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Vorstösse eingegangen waren.» Es sei nicht so, dass sich der Verband erst eingeklinkt habe, als der erste grosse Teil bereits geleistet gewesen sei. «Die Distribution ist am Laufen, und jetzt geht es eigentlich darum, eine gute Lösung für alle 20 Urner Gemeinden zu finden. Es sind nicht nur die sechs Standortgemeinden betroffen, sondern alle Urner Gemeinden», sagte Walker.

Der Wassner Gemeindepräsident Felix Ziegler schloss sich der Kritik von Tresch an. Er wies darauf hin, dass der Gemeindeverband bei der Poststellenschliessung ganz anders gehandelt und die Gemeinden früh unterstütz habe. Ziegler verwies auf die Statuten, nach denen der Gemeindeverband für die Interessen der Gemeinden einzustehen habe. «Man kann nicht nur warten, bis etwas kommt, man muss manchmal auch von sich aus aktiv werden», so Ziegler, der gleich noch einen weiteren Kritikpunkt anbrachte: «In Bezug auf Stellungnahmen zu Vernehmlassungen haben wir nun schon seit Monaten nichts mehr gehört vom Gemeindeverband.» Walker versprach, dass man die Kritik ernst nehme und im Vorstand aufs Tapet bringen werde.

Elias Bricker folgt auf Esther Imhasly

Geschäftsstellenleiterin Esther Imhasly wird den Verband Ende Juli verlassen. Zu ihrem Nachfolger wurde Elias Bricker aus Flüelen gewählt. Zum Abschluss der Tagung hielt der Urner Denkmalpfleger Thomas Brunner ein Referat zum Thema «Denkmalpflege – Idee und Alltag». (urh)

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