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UKB-Strategie schwächt die Randregionen

«UKB modernisiert Vertriebsstrategie», Ausgabe vom 13. Dezember

UKB-Kunden wie die Gemeindepräsidien der drei von der Schliessung betroffenen Gemeinden Göschenen, Wassen und Seelisberg haben die «frohe» Weihnachtsbotschaft aus den Medien erfahren. Gerade in Wassen hat bereits die Schliessung der Raiffeisenbank für Unmut gesorgt. Ein Raiffeisen-Bancomat steht wenigstens zur Verfügung. Viele Bewohner wechselten zur UKB und sind mit dieser Lösung sehr zufrieden. Was drängt zu dieser Eile? Die UKB-Zweigstelle Göschenen hat zu ihrem 60-Jahr-Jubiläum die Kündigung erhalten, und die Bevölkerung von Wassen fühlt sich nach über 40 Jahren UKB-Zweigstellen-Treue fallen gelassen.

Wie steht es mit der Gemeinde Göschenen vor und während des Baus der zweiten Tunnelröhre, also in einer Zeit, in der viele Ausländerinnen und Ausländer dort wohnen, und arbeiten werden? Was machen die betagten Kunden in den drei Gemeinden? Ihnen nützt keine Online-Lösung. Oder geht die Urner Kantonalbank zurück in die Zeit vor gut 50 Jahren, zur Beratung in der Wohnstube wie damals die Raiffeisenbank? Wie denken die Geschäftsleitung und der Bankrat an die Bevölkerung, an ihre Kunden, die all die Jahrzehnte zum Erfolg beigetragen haben? Die meisten kennen wohl kaum die örtlichen Verhältnisse in den Dörfern. Die Strategie 2021 wird umgesetzt, obwohl sich gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von dieser Strategie verabschiedet haben. Es waren hoch motivierte Leute, die sich mit dem Slogan «Die Bank für unsere Leute» identifiziert haben.

Auch der Realper FDP-Landrat Georg Simmen macht sich grosse Sorgen. Er hat eine Kleine Anfrage an die Regierung eingereicht. Als ehemalige Präsidentin der landrätlichen Finanzkommission beschäftigt mich auch die Frage, wie die Urner Kantonalbank unter anderem Artikel 2 des Gesetzes über die Urner Kantonalbank umsetzt. Dort heisst es: «Die Bank dient der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung des Kantons.»
Wie schön tönte es im Jahresbericht 2011: «Ab dem Frühling 2011 richtet die Urner Kantonalbank ihre Strategie noch stärker auf regionale, stimmige Klänge aus.» Jetzt tönt es nach Missstimmung. Zum 100-Jahr-Jubiläum im Jahr 2015 kann man im Jahresbericht nachlesen: «Die Urner Kantonalbank ist die Bank der Urnerinnen und Urner. Sie engagiert sich umfassend in der regionalen und gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.» Ja, in einigen Jahren steht das Mammut-Projekt der Urner Kantonalbank im Hauptort Altdorf. Und was bleibt in den kleinen Gemeinden? Die UKB-Ruhebank des 100-Jahr-Jubiläums.

Wollen wir Urnerinnen und Urner wirklich die «nobelste» Bank in unserem Kanton? Dann ist sie nicht mehr «Unser Uri – unsere Bank». Ich hoffe sehr, dass unser Volkswirtschaftsdirektor respektive unsere Regierungsräte ihren Handlungsbedarf voll ausschöpfen werden. Es geht um die Versorgung und das Schicksal der Randgebiete. Die vom Kanton Uri bezahlte Studie betreffend der regionalen Versorgungsqualität beweist die Dringlichkeit.

Maria Baumann, Wassen, Alt UKB-Zweigstellenleiterin, alt Gemeindepräsidentin und alt Landratspräsidentin

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