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Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri erreicht einen weiteren Meilenstein

Nach den Sommerferien erfolgt die Baueingabe für den Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri. Im Frühling 2019 soll der Spatenstich gefeiert werden. Fest stehen auch die Gewinner des Ideenwettbewerbs «Kunst am Bau».
Es geht voran mit dem Projekt «Um- und Neubau Kantonsspital Uri». (Bild: Urs Hanhart, 4. Januar 2017)

Es geht voran mit dem Projekt «Um- und Neubau Kantonsspital Uri». (Bild: Urs Hanhart, 4. Januar 2017)

Das Bauprojekt für den Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri ist einen grossen Schritt weiter: In den vergangenen Monaten hat das Projektteam intensiv am komplexen Bauprojekt weitergearbeitet. «Es ist uns gelungen, das Bauprojekt so weiterzuentwickeln, dass ein Mehrwert für die Patientinnen und Patienten geschaffen wird», wird Landammann Roger Nager in einer Mitteilung der Urner Regierung zitiert. Das neue Kantonsspital werde konsequent auf die Bedürfnisse der Patienten ausgerichtet. Das heisse: ein gutes Aufenthaltsklima, die Verwendung von natürlichen Materialien und viel Tageslicht in den Räumen.

Regierungsrat erteilt Auftrag zur Umsetzung

Wichtig für den künftigen Spitalbetrieb sei eine optimale Logistik, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Bau werde so geplant, dass die Wege im Gebäude kurz sind. Dank der engen Zusammenarbeit zwischen Bauherrschaft und den Verantwortlichen des Kantonsspitals konnte das Generationenprojekt weiter optimiert werden. «Wir sind auf dem richtigen Weg», wird Nager weiter zitiert. «Was im Vorprojekt in den Nutzergesprächen ausgearbeitet wurde, hat sich nun in der weiterführenden Planung bestätigt.»

Der Regierungsrat habe vom Abschluss des Bauprojekts Kenntnis genommen und dem Steuerungsausschuss den Auftrag für die Umsetzung erteilt. Nach den Sommerferien folgt nun die offizielle Baueingabe bei der Gemeinde Altdorf. Die direkt angrenzenden Anwohner seien bereits im Vorfeld persönlich über den Stand des Bauprojekts informiert worden.

Baustart im Jahr 2019

Der weitere Terminplan sieht gemäss Mitteilung wie folgt aus: Läuft die Baueingabe wie geplant, kann im Frühjahr 2019 mit dem Bau des neuen Spitaltrakts begonnen werden. Entstehen wird ein neues Spital mit drei Operationssälen und zwei Pflegestationen mit 80 Betten, einer kombinierten Frauenklinik und Geburtsabteilung sowie zeitgemässen Behandlungs- und Therapieräumen.

Bezugsbereit wird der Neubau im Verlaufe des Jahres 2022 sein. Dann beginnen die Umbauarbeiten am heute bestehenden Trakt D, der 2024 fertiggestellt sein wird. Anschliessend werden der nicht mehr benötigte heutige Eingangsbereich und der alte, grosse Bettentrakt abgerissen.

Kunst am Bau: Siegerprojekte stehen fest

Der Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri ist das grösste Hochbauprojekt, das der Kanton Uri bisher realisiert hat, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Teil des Projekts ist eine künstlerische Aufwertung des neuen Kantonsspitals sowie des Spitalparks. Uri setzt damit eine langjährige Tradition von «Kunst am Bau»-Projekten fort.

Die Jury unter dem Vorsitz von Bildungs- und Kulturdirektor Beat Jörg wählte im Rahmen eines mehrstufigen Wettbewerbs drei Projekte zur Ausführung aus. Mit Annemarie Oechslin erhielt eine Urnerin den ersten Preis zugesprochen. Die Künstlerin ist in unmittelbarer Umgebung des Spitals aufgewachsen. Oechslin habe mit einem Projekt mit in Betonplatten eingelassenen Messingzeichnungen entlang des Wegs im Spitalpark überzeugt, heisst es in der Mitteilung. «Die piktogrammähnlichen Messingzeichnungen stellen Alltagsgegenstände dar, die einem aus der Urner Umgebung bekannt sind. Die Entdeckungsreise ist sowohl für die Patientinnen und Patienten, aber auch Besucherinnen und Besucher des Parks bestimmt», wird die Jury zitiert.

Alle Urner Gemeinden vereint

Während Oechslin den Blick auf die unmittelbare Nähe richtet, weitet Markus Kummer, Zug/Zürich, mit seinem Projekt «Atmos» die Sicht über den Spitalpark hinaus. Er verwendet dafür Steine aus allen Urner Gemeinden, welche in Beton eingegossen und in der Mitte zersägt werden. So entstehen 40 unterschiedlich grosse Kuben, die im Spitalpark gruppiert werden. «Sie erinnern an Sockel für Kunstwerke, können aber auch als Bänke oder Tische vielfältig genutzt werden», wird die Jury zitiert. «Die Kuben werden vom Park aus als Skulpturen, vom Spitalbau aus aber ebenfalls als visuell reizvolle Flächenbilder erlebt.» Jurypräsident Beat Jörg zeigt sich überzeugt: «Durch beide Aussenprojekte wird die Umgebung des Spitals zu einem Begegnungsort für die ganze Urner Bevölkerung.»

Im Innenraum des Spitals kann Rochus Lussi sein Projekt «Körperheimat» realisieren. Der Nidwaldner Künstler beschäftigt sich in seiner Arbeit mit den Themen Haut und Oberfläche. Er verwendet Motive wie Landschaft, Haut und Fell als Grundlage für monumentale Holzreliefs. Die Jury überzeugte gemäss Mitteilung «die monumentale, bildhauerische Idee, die im weitesten Sinn Haut, Körper, Heimat als einen Sinneszusammenhang verbindet».

Insgesamt 16 Kunstschaffende aus der ganzen Schweiz hatten sich auf Einladung am Ideenwettbewerb beteiligt. Die drei Siegerprojekte wurden von einer elfköpfigen Jury, bestehend aus Fachexperten sowie Vertretern des Spitals, der Politik, des Bauherrn sowie Planern, ausgewählt. (red)

Gesundheitsvorsorge verbessern

Am 24. September 2017 haben 85,5 Prozent der Urner Stimmbevölkerung dem Baukredit für den Um- und Neubau des Kantonsspitals zugestimmt. Gesprochen wurde ein Kredit über 115 Millionen Franken, +/- 15 Prozent. Der Kanton trägt als Eigentümer der Spitalliegenschaft die Investitionskosten im Sinne einer Vorfinanzierung. Das Kantonsspital erstattet dem Kanton diese Kosten mit einer jährlichen Nutzungsgebühr (Miete) von zirka 4,5 Millionen Franken vollumfänglich und verzinst zurück. Die Investition in den Um- und Neubau des Kantonsspitals ermöglicht es, die Gesundheitsversorgung des Kantons Uri weiter zu verbessern und langfristig sicherzustellen. (red)

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