UMWELT: Chärstelen- und Fellibach langfristig schützen

Die Oberläufe des Chärstelenbachs im Maderanertal und des Fellibachs im Fellital sollen für mindestens 80 Jahre weitgehend unangetastet bleiben. Der Regierungsrat will das Schutzreglement entsprechend verschärfen. Er kommt damit Forderungen von Umweltverbänden nach.

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Der Chärstelenbach im Maderanertal. (Bild: Archiv Neue UZ)

Der Chärstelenbach im Maderanertal. (Bild: Archiv Neue UZ)

Unter Schutz gestellt werden sollen explizit der Chärstelenbach oberhalb des Gebiets Lägni und der Fellibach oberhalb Bocktastegli auf 1180 Metern über Meer. Der Chärstelenbach ist eines der wenigen noch weitgehend natürlichen Fliessgewässer der Schweiz.

Die beiden Gebirgsbäche würden das national bedeutende Schutzgebiet Maderanertal und Fellital wesentlich mitprägen, teilte die Urner Staatskanzlei am Freitag mit. Deshalb soll die natürliche Dynamik der Bäche längerfristig ungeschmälert erhalten bleiben.

Kraftwerke dürfen demnach in den Bächen nicht gebaut werden, ausser es handelt sich um Kleinstanlagen ohne Netzeinspeisung. Andere neue Bauten sind ebenfalls verboten, ausser sie dienen dem Hochwasserschutz.

Nicht betroffen von der Verschärfung ist das geplante Wasserkraftwerk am Chärstelenbach im Gebiet Lägni der Kraftwerk Bristen AG. Die rund 18,8 Millionen Franken teure Anlage, die ab Sommer 2015 erstellt werden soll, kommt unterhalb des nun verschärften Schutzgebiets zu liegen.

Die Vernehmlassung für die Revision es Schutzreglements dauert bis Anfang Juni 2014.

(sda)