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UMWELT: Vorstoss will emissionsarme Autos für den Kanton Uri

Landrat Toni Moser möchte, dass die Urner Verwaltung nur noch «saubere» Autos anschafft. In ihrer Antwort auf die Interpellation betont die Regierung, seit Jahren auf umweltschonende Mobilität zu setzen.
Philipp Zurfluh
Der Urner Landrat Toni Moser will, dass die Verwaltung nur noch saubere Autos anschafft. (Bild: Urs Hanhart)

Der Urner Landrat Toni Moser will, dass die Verwaltung nur noch saubere Autos anschafft. (Bild: Urs Hanhart)

Philipp Zurfluh

philipp.zurfluh@urnerzeitung.ch

Der Vorstoss steht im Zusammenhang mit den in jüngster Vergangenheit publik gewordenen Skandalen um manipulierte Abgaswerte bei verschiedenen Fahrzeugtypen. Diese haben ans Licht gebracht, dass Dieselfahrzeuge mehr Luftschadstoffe ausstossen als angenommen. Dieselfahrzeuge seien die Hauptverursacher der Stickstoffemissionen in der Schweiz. «Auch in Uri ist die Atemluft teilweise erheblich mit Stickstoffen und Feinstaub belastet», schreibt Landrat Toni Moser (SP, Bürglen) in einer Interpellation.

Er wollte von der Regierung deshalb wissen, ob es für die Verwaltung im Kanton Leitlinien für die Beschaffung von Fahrzeugen gibt. Der Regierungsrat betont in seiner nun veröffentlichten Antwort, dass die Einsatztauglichkeit, die Leistung, die Funktionalität, die Beschaffungs- und Unterhaltskosten, die Bereifung wie auch der Schadstoffausstoss wichtige Kriterien bei der Auswahl von Fahrzeugen seien.

Abgasvorschriften laut Regierung eingehalten

2012 publizierte Uri zusammen mit den anderen Zentralschweizer Kantonen die Arbeitshilfe «Beschaffung von Fahrzeugen, Maschinen und Geräten ab 18 kW». Bei deren Erarbeitung habe sich gezeigt, dass im Kanton Uri bereits seit einigen Jahren ökologische Kriterien bei der Beschaffung von Fahrzeugen angewandt wurden, die den Vorgaben der Arbeitshilfe weitgehend entsprechen, so die Regierung.

Moser wollte zudem Auskunft von der Regierung, ob der Kanton bereit sei, im Sinn einer Vorbildfunktion bei der Beschaffung von Fahrzeugen auch den Schadstoffausstoss zu berücksichtigen. Die Regierung erklärt, dass sie in den letzten Jahren, wo möglich und sinnvoll, Fahrzeuge mit Hybridmotoren angeschafft habe. Die Regierung geht noch weiter: Mit der technischen Weiterentwicklung der Elektrofahrzeuge soll in Zukunft auch die Anschaffung von Fahrzeugen mit einem Elektroantrieb vermehrt zum Thema werden.

Gemeinden können frei entscheiden

Wie der Antwort der Regierung zu entnehmen ist, setzt die Verwaltung auf eine möglichst umweltschonende Mobilität: «Die kantonalen Angestellten sind angehalten, für die Mobilität primär auf den öffentlichen Verkehr zu setzen.» Auch E-Bikes hat die kantonale Verwaltung besorgt, die für Kurzstrecken genutzt werden. Weiter wollte Moser Auskunft, ob der Kanton auch bereit sei, zu Gunsten einer besseren Atemluft künftig auf die Anschaffung von dieselbetriebenen Personen- und Lieferwagen zu verzichten, welche die ab dem 1. September geltenden Abgasnormen nicht erfüllen. Denn ab diesem Datum werden in der EU die sogenannten «Real Drive Emissions», Messungen im realen Strassenverkehr, für die Typengenehmigung von Personenwagen bindend.

Die kantonale Verwaltung sei sich der Vorbildfunktion bei der Beschaffung von Fahrzeugen bewusst, so die Regierung. Sie achte bei neuen Fahrzeugen darauf, dass diese emissionsarm seien und den Abgasvorschriften entsprechen würden. Ob auch die Gemeinden bei der Beschaffung von schadstoffarmen Fahrzeugen in die Pflicht genommen werden können, fragte SP-Landrat Moser in seiner Interpellation. Die erwähnte Arbeitshilfe richte sich explizit auch an die Gemeinden, sagt die Regierung. Für diese habe sie allerdings nur den Stellenwert einer Empfehlung. Bei der Beschaffung von Fahrzeugen seien die Gemeinden in ihren Entscheiden frei.

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