UMWELT: Wenig Flechten: In Altdorf ist die Luft schlecht

Baumflechten sind Zeiger für die Luftqualität: Eine Erhebung im Unteren Reusstal zeigte eine hohe Konzentration an Schadstoffen.

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Rolf Herzig hat im unteren Reusstal die Flechten an Laubbäumen gezählt. (Bild pd)

Rolf Herzig hat im unteren Reusstal die Flechten an Laubbäumen gezählt. (Bild pd)

Alexander Imhof ist Abteilungsleiter beim Urner Amt für Umweltschutz und Fachmann für Luftqualität. Er nimmt Stellung zu einem Bericht über den Tag der Artenvielfalt in Altdorf. Dort wurden aussergewöhnlich viele Flechten auf Mauern gefunden. Gemäss Fachleuten lasse dies auf eine gute Luftqualität schliessen.

Dem widerspricht nun Imhof. Zwar seien Flechten ein Indikator für die Luftqualität. Aber nicht jene, die auf Steinen wachsen, sondern nur die auf Laubbäumen. Und genau diese Baumflechten hätten in einer wissenschaftlichen Untersuchung gezeigt, dass im unteren Reusstal und insbesondere in Altdorf die Luft schlecht sei.

Zwischen Sommer 2008 und Frühling 2009 wurden von Sisikon bis Erstfeld an rund 170 Laubbäumen Flechten gezählt. Das Ergebnis: 32 Prozent des insgesamt 42 Quadratkilometer umfassenden Gebiets weisen eine starke Luftgesamtbelastung aus.

Daniel Regli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung.