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UMWELTSCHUTZ: Im Wasser waten für gesunde Urner Bäche

Seit gut einer Woche stehen Mitarbeiter des Amts für Umweltschutz (AfU) an diversen Urner Bächen knietief im Wasser. Sie sammeln an zahlreichen Standorten Wasserlebewesen ein.Die Analysen sollen Auskunft über die Wasserqualität geben.
Erhebung der Temperatur und der Leitfähigkeit am Attinghauser Giessen. (Bild: pd)

Erhebung der Temperatur und der Leitfähigkeit am Attinghauser Giessen. (Bild: pd)

Bäche beeinflussen unter anderem die Qualität des Trinkwassers. Bei der Überwachung der Wasserqualität setzt das Amt für Umweltschutz nicht nur auf chemische Analysen. Genauso wichtige Aussagen zur Gesundheit liefern Pflanzen und Tiere, die in den Bächen leben.

Die Kleinsttiere, in Proben den Gewässern entnommen, werden später im Labor bestimmt. Dabei spielen Arten, die nur unter gewissen Umwelteinflüssen vorkommen, (Zeigeorganismen) eine wichtig Rolle: Kommt eine bestimmte Tier- oder Pflanzenart vor, lassen sich genaue Aussagen zur Wasserqualität machen. Die Lebewesen zeigen den Biologen direkt, ob der Bach gesund ist oder ob er verschmutzt wurde, heisst es in einer Medienmitteilung des AfU vom Dienstag. Zusätzlich werden weitere Faktoren untersucht. Gemessen werden etwa die Temperatur des Wassers, die Leitfähigkeit, die chemische Wasserqualität oder der Abfluss.

Bäche schützen – Wasserqualität sichern

«Mit den Resultaten lassen sich Aussagen über die Wasserqualität und über den allgemeinen Zustand der Fliessgewässer machen», sagt Alexander Imhof, Leiter des AfU. Die Daten werden seit vielen Jahren erhoben und verglichen. Diese detaillierten Umwelt-Beobachtungen sind wichtige Grundlagen für allfällige Gewässerschutzmassnahmen. Da die Urner Bäche schon seit langem überwacht werden, geht Imhof davon aus, dass die Wasserqualität in den untersuchten Fliessgewässern zufriedenstellend ausfallen wird. Ob die Artenzusammensetzung und die Struktur der Gewässer diese Annahme bestätigen, wird die definitive Auswertung zeigen.

Zentralschweizer arbeiten zusammen

Bei der Kontrolle der Fliessgewässer ist Uri nicht alleine. Auch die Kantone Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Luzern erheben diese Daten regelmässig. Das Projekt mit dem Namen «Dauerüberwachung der Fliessgewässer in den Urkantonen» (Düfur) erlaubt es, die Ergebnisse über die Kantonsgrenzen hinaus zu vergleichen. Dank der interkantonalen Zusammenarbeit werden vor allem auch Kosten gespart. Der Bericht zur diesjährigen Düfur-Untersuchung liegt Ende Jahr vor.

Einsatz für Gewässser zahlt sich aus

Im Kanton Uri werden aktuell die Bäche des unteren Reusstals unter die Lupe genommen. Unter anderem wurde die beiden erst vor wenigen Jahren renaturierten Gewässer Walenbrunnen und Stille Reuss bei Schattdorf sowie der Altdorfer- und Attinghauser-Giessen kontrolliert. Ebenfalls untersucht wurden der Isitaler- und der Alpbach. Ökologisch intakte und gesunde Bäche beeinflussen die Wasserqualität positiv und tragen dazu bei, die Ressource Wasser als wichtige Lebensgrundlage zu erhalten und zu schützen. Aufwertungsmassnahmen, wie sie beispielsweise im Rahmen des Hochwasserschutzprojekts Urner Talboden an der Stillen Reuss umgesetzt wurden, verbessern den Zustand der Fliessgewässer markant und werten den Lebensraum in und an Fliessgewässern auf.

pd/zim

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