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Prävention von Verkehrsunfällen in Altdorf thematisiert

Das Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri sensibilisierte in einer Präventionsveranstaltung seine Schüler für ein verantwortungsvolles Verhalten im Strassenverkehr und präsentierte eindrückliche Zahlen.
Georg Epp
Referent Armin Heller zeigt auf, dass Ablenkung am Steuer die Hauptursache für Verkehrsunfälle ist. (Bild: Georg Epp, Altdorf, 11. April 2019)

Referent Armin Heller zeigt auf, dass Ablenkung am Steuer die Hauptursache für Verkehrsunfälle ist. (Bild: Georg Epp, Altdorf, 11. April 2019)

Im Unterrichtsfach Allgemeinbildung am Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri (BWZ) stand für die Lernenden im 2. Schuljahr der Abteilung Handwerk/Technik/Gewerbe (HTG) für einmal das Thema «Risiko und Sicherheit» auf dem Programm. Dazu war Armin Heller von der Stiftung RoadCross Schweiz eingeladen, um in einem 90-minütigen Vortag über das Thema Verkehrsunfälle zu referieren.

Die Stiftung RoadCross Schweiz setzt sich für Verkehrssicherheit und Prävention ein. Im Vordergrund des Referats standen dabei Themen wie Ablenkung, Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen. Die Schüler wurden für die Wichtigkeit von Entscheidungen sensibilisiert, die sie als Verkehrsteilnehmer zu treffen haben. Dazu gehört auch das Verhalten als Beifahrer. Mit dem Vortrag und der Präventionskampagne will RoadCross Junglenkern die Augen öffnen.

Erstmals seit 1992 keine Verkehrstoten im Kanton Uri

Im Kanton Uri ist im vergangenen Jahr das erste Mal seit Mai 1992 keine Person durch einen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Gleichzeitig weist der Kanton im Vergleich zum nationalen Schnitt eine höhere Zahl von Unfällen aufgrund von Ablenkung und Unaufmerksamkeit auf. Im Kanton Uri war im vergangenen Jahr Ablenkung in vier von zehn Unfällen die Hauptursache. Es gibt natürlich unzählige Ablenkungsmöglichkeiten. Im Fokus stand jedoch nicht unerwartet das Ablenken durchs Mobiltelefon.

Armin Heller präsentierte die Unfallstatistik 2018 der Kantonspolizei Uri im Detail. Im vergangenen Jahr gab es total 391 Unfälle (2017 waren es 428), 113 Personen wurden leicht verletzt (127), 26 Personen schwer verletzt (23) und der reine Sachschaden betrug rund 4 Millionen Franken (ohne Personenschaden). Damit sich die Verkehrssicherheit in Uri auch in Zukunft positiv entwickelt, braucht es zielgruppengerechte Präventionsarbeit, wie sie am Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri umgesetzt wurde.

Ein Fehlentscheid kann ganzes Leben verändern

Der Fokus auf Jugendliche sei besonders wichtig, haben Junglenker doch statistisch ein deutlich höheres Risiko, einen schweren Unfall zu verursachen. Das Referat stand unter dem Motto «Unfall oder geiles Leben? Your Choice». Obwohl eindrücklich geschildert wurde, was ein Eintrag im Strafregister für Konsequenzen hat oder welche juristischen, finanziellen, körperlichen und physischen Folgen ein Unfall produzieren kann, entscheidet schliesslich jede Person für sich, welche Risiken man im Strassenverkehr eingehen will. Im angeregten Dialog wurde über reale Unfallbilder aus der Region diskutiert und die Schüler realisierten immer wieder, dass ein Fehlentscheid ein ganzes Leben verändern kann.

Ein krasses Beispiel eines Rasers, der knapp mit dem Leben davonkam, beendete die Präventionskampagne. Wenn mit dem Vortrag auch nur ein schwerer Unfall vermieden werden kann, dann habe sich der Aufwand bereits mehr als gelohnt, so Heller.

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