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UNIHOCKEY: Schattdorfer will als Profi nach Schweden

Schnell, motiviert und ehrgeizig: Der 12-jährige Linus Arnold verfügt über Fähigkeiten, die es braucht, um in Zukunft gross rauszukommen. Für dieses ambitionierte Ziel besucht er die Talentklasse in Schwyz und absolviert sieben Trainingseinheiten pro Woche.
Philipp Zurfluh
Der Schattdorfer Linus Arnold (am Ball) hat in Zukunft Grosses vor. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 21. September 2017))

Der Schattdorfer Linus Arnold (am Ball) hat in Zukunft Grosses vor. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 21. September 2017))

Philipp Zurfluh

philipp.zurfluh@urnerzeitung.ch

Auf dem Spielfeld gehört er zu den Kleinsten und Jüngsten. Doch Linus Arnold ist unihockeytechnisch schon ein Grosser: Obwohl er noch in der U14-Mannschaft von Floorball Uri spielen könnte, ist er ein fixer Bestandteil der U16. Damit er Hobby und Schule noch besser vereinbaren kann, haben sich seine Eltern zusammen mit dem 12-Jährigen entschieden, ­einen neuen Weg einzuschlagen.

Nachdem Linus im Sommer die Primarschule in Schattdorf abgeschlossen hat, besucht der Schüler seit rund einem Monat die Talentklasse in Schwyz (1. Oberstufe). In dieser können hoffnungsvolle junge Sportler Schule und Sport optimal kombinieren (siehe Box). Ein grosser Vorteil für den Jungspund: Vier Nachmittage in der Woche sind schulfrei, an zwei davon sind Lernateliers zu besuchen. Der Stundenplan ist etwas anders aufgebaut als gewöhnlich in der Oberstufe. So fallen beispielsweise einige Schulfächer weg. «Die Anzahl reduzierter Schullektionen erlauben es mir, den Fokus noch stärker auf das Training zu legen», sagt Linus. Insgesamt absolviert der Schattdorfer sieben Trainingseinheiten – davon je einmal in Sarnen und Rotkreuz. «Dort ist das Niveau noch eine Stufe höher als bei Floorball Uri, und ich profitiere viel dabei», betont er. Seit dem Sommer hat Linus den Sprung in die U15-Auswahl der Zentralschweiz geschafft.

Der Trainer lobt seinen Schützling

An den Wochenenden steht jeweils ein Spiel auf dem Programm, manchmal leistet er sogar Doppeleinsätze. Für ihn kein Problem: «Körperlich kann ich das gut wegstecken, ich bin ­ ja noch sehr jung», meint er schmunzelnd. Mit Stock und Ball kam der Schattdorfer früh in Kontakt. Bereits als 3-Jähriger hatte er erstmals einen Unihockeystock in der Hand. Sein Vater Alex, der früher 25 Jahre lang aktiv Unihockey spielte und auch im Vorstand von Floorball Uri tätig war, machte seinem Sohn den Sport schmackhaft. «Die Begeisterung für diesen Sport lässt mich nicht mehr los», sagt Linus. Für ihn ist auch klar, warum: «Unihockey ist schnell, dynamisch, technisch und wird körperbetont ausgeführt.» Der Unihockeyspieler hebt vor allem den Teamgedanken hervor. «Man kann allein auf dem Feld nicht ohne seine Mitspieler funktionieren.» Die Faszination am Unihockey treibt Linus täglich an. «Mein Ehrgeiz, etwas zu erreichen, hilft mir immer wieder, neue Motivation zu finden.» Nur selten komme es vor, dass er seinen «inneren Schweinehund» überwinden müsse.

Obwohl der Urner seinen Gegnern körperlich unterlegen ist, kann er ohne Weiteres mithalten. Rolf Arnold, Trainer der U16-Mannschaft, weiss auch warum: «Linus ist technisch und läuferisch stark und kann sich auch gegen grössere Gegenspieler durchsetzen.» Der Trainer hebt auch den Kampfgeist seines Schützlings hervor: «Er gibt immer vollen Einsatz im Training. Andere Spieler könnten von ihm eine Scheibe abschneiden.»

Sein Vorbild spielt in Schweden

Als man Linus nach seinem Vorbild befragt, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: «Manuel Engel». Dieser ist schon lange fester Bestandteil in der Schweizer Nationalmannschaft. 2015 lockten ihn die «Vaxjö Vipers» nach Schweden, das Unihockeyland Nummer 1 auf der Welt. Linus verfolgt viele Spiele von Engel im Internet und bedauert die geringe TV-Präsenz der Sportart. «Es wäre schön, wenn das Schweizer Fernsehen etwas mehr über Unihockey berichten würde.»

Auch Linus möchte es irgendwann mal als Unihockeyspieler ins Fernsehen schaffen. «Am liebsten als Profi in Schweden.»

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