Unteralptal in Andermatt: Wolf tötet zwei Schafe

Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind zwei Schafe einem Wolf zum Opfer gefallen. Eine Fotofalle wurde aufgestellt.

Philipp Zurfluh
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Ein Wolf ist vermutlich im Gebiet Unteralp in Andermatt unterwegs. (Symbolbild: Romano Cuonz)

Ein Wolf ist vermutlich im Gebiet Unteralp in Andermatt unterwegs. (Symbolbild: Romano Cuonz)

Am Mittwochabend ist eine Warn-SMS des Kantons Uri verschickt worden, dass im Gebiet Unteralp/Holzli in Andermatt ein Wolfriss vermutet wird. Dies bestätigt Jagdverwalter Josef Walker am Donnerstagmorgen auf Anfrage. Ein Landwirt habe dem Jagdaufseher des Gebiets Andermatt, Hospental und Realp den Riss von zwei Schafen gemeldet. Laut dem Jagdverwalter deute das Rissbild auf einen Wolf hin. «Die Wildhut hat bei einem Schaf die DNA entnommen und eine Fotofalle aufgestellt», erklärt Josef Walker.

Ein Wolf war schon mal im Unteralptal unterwegs

Für das Gebiet Unteralptal, Ägentenwald/Ricki in Andermatt ist zuletzt Mitte September 2018 eine Wolfswarnung herausgegeben worden. Der Wolf wurde von einem Jäger gesichtet.

Mitte August 2018 sind ein weibliches Schaf und fünf Lämmer einem Wolf zum Opfer gefallen. Die Risse ereigneten sich im Gebiet Gatschola/Witenwassern in Realp in einer Herde von rund 1200 Tieren. Auf der Alp Ochsenbördli auf der rechten respektive südlichen Seite des Göscheneralptals sind in der ersten Hälfte des Monats August bereits zwei Schafe getötet worden, drei mussten notgeschlachtet werden. Ob es in diesem Fall ebenfalls der Wolf war, kann nicht eindeutig bestimmt werden, da ein Braunbär in der Nähe in eine Fotofalle tappte.

Privatpersonen sichten einen Wolf in Seelisberg

Im Bereich Lettenseeli sei es zu einer Wolfssichtung gekommen, wie aus einer Warn-SMS des Kantons vom Donnerstagabend, 20. Juni, hervorgeht. Jagdaufseher Markus Aschwanden klärt auf.
Carmen Epp

Wolf soll in Realp Schafe gerissen haben

Ein weibliches Schaf und fünf Lämmer im Gebiet Gatschola/Witenwassern sollen dem Wolf zum Opfer gefallen sein, wie Jagdverwalter Josef Walker sagt.
Markus Zwyssig