UNTERES REUSSTAL: Absage an regionales Sportzentrum

Die Urner Regierung spricht sich gegen ein regionales Sportzentrum im unteren Reusstal aus. Sie hält den Bau wegen knapper Landverhältnisse und hoher Kosten für unrealistisch. Die Regierung hat am Donnerstag einen entsprechenden Bericht in die Vernehmlassung geschickt.

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Blick auf das untere Reusstal. (Bild: PD)

Blick auf das untere Reusstal. (Bild: PD)

Die Kosten für den Bau eines regionalen Sportzentrums schätzt der Regierungsrat auf 16 Millionen Franken. Für das benötigte Land von rund 40'000 Quadratmetern kämen nochmals rund 4 Millionen Franken hinzu, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit.

Aus Sicht der Regierung ist der Bedarf für ein Zentrum für mehrere Sportarten in der Region zur Zeit nicht gegeben. Die Idee sei darum nicht weiterzuverfolgen, heisst es in der Mitteilung.

Der Bedarf für zusätzliche Fussballplätze dagegen ist nach Meinung der Regierung vorhanden. Die Anlagen sollten aber durch die Gemeinden und Private realisiert werden. Die Regierung bietet für die Koordination und die Finanzierung ihre Hilfe an.

Die Gemeinden können sich zum Bericht bis am 15. September äussern. In der Vernehmlassung können sie auch zu möglichen Standorten für neue Fussballplätze Stellung nehmen.

Forderung einer Motion

Die Idee für ein regionales Sportzentrum im unteren Reusstal geht auf eine FDP-Motion von 2011 zurück. Diese forderte die Prüfung konkreter Standorte für regionale Sportzentren und deren Aufnahme in den Richtplan. Bei der Einreichung stand die Regierung dem Ansinnen positiv gegenüber, unter anderem wegen der besseren Auslastung von regionalen Zentren gegenüber dezentralen Anlagen.

Eine Projektgruppe der Bildungs- und Kulturdirektion zeigte den Bedarf für ein regionales Sportzenturm als Trainingszentrum auf. Vor allem Vereine in den Gemeinden Altdorf, Erstfeld und Schattdorf fordern zusätzliche Fussballplätze. Die Gemeinden gehen von einem Bedarf von sechs bis acht solchen Plätzen aus. (sda)