UNTERES REUSSTAL: Kanton Uri reicht sein erstes Agglomerationsprogramm ein

Der Verkehr und die Siedlungen in den im Unteren Reusstal gelegenen Urner Gemeinden sollen sich abgestimmt entwickeln. Der Regierungsrat hat deswegen ein Agglomerationsprogramm ausgearbeitet und dem Bund zur Prüfung vorgelegt.

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Blick auf das Reusstal mit dem Urnersee. (Bild: Leserbild Kari Kempf)

Blick auf das Reusstal mit dem Urnersee. (Bild: Leserbild Kari Kempf)

Wie der Regierungsrat am Dienstag mitteilte, ermöglicht es das Agglomerationsprogramm, dass der Bund Verkehrsmassnahmen finanziell unterstützt. Ziel ist es, die Verkehrsprobleme in den Griff zu bekommen und die Siedlungsentwicklung und die Verkehrsinfrastrukturen zu koordinieren.

Das Agglomerationsprogramm für das Untere Reusstal ist das erste, das der Kanton Uri ausgearbeitet hat. Der abschliessende Entscheid des Bundes dürfte bis Ende 2018 vorliegen. Die Umsetzung der dringendsten Massnahmen soll zwischen 2019 und 2022 beginnen. Das Programm erstreckt sich bis ins Jahr 2040.

Das Agglomerationsprogramm umfasst die Gemeinden Altdorf, Attinghausen, Bürglen, Erstfeld, Flüelen, Schattdorf, Seedorf und Silenen. Deren Gemeinderäte haben dem Programm zugestimmt. Bei gewichtigen Vorhaben ist die Mitsprache des Kantonsparlamentes respektive der Stimmbürger gewährleistet.

Das Agglomerationsprogramm basiert auf dem vor zehn Jahren gestarteten Projekt "Raumentwicklung Unteres Reusstal", in dem ebenfalls über die Gemeindegrenzen hinweg geplant und abgestimmt worden ist. Es integriert die ohnehin geplanten Arbeiten des Kantons wie den Kantonalbahnhof oder die West-Ost-Verbindung sowie der Gemeinden. (sda)